SL - Betriebsanleitung Interaktiv

Reifenpanne

Ihr Fahrzeug kann ausgestattet sein mit:

  • dem TIREFIT-Kit mehr

  • einem Reserverad* mehr

  • dem MOExtended-Notlaufsystem* mehr

 

Fahrzeug vorbereiten

Bei Fahrzeugen mit MOE-Bereifung* entfällt die Fahrzeugvorbereitung.

  

Das Fahrzeug möglichst weit vom fließenden Verkehr auf festem, rutschsicherem und ebenem Untergrund abstellen.

  

Die Warnblinkanlage einschalten.

  

Fest auf die Parkbremse treten.

  

Den Wählhebel auf P stellen.

  

Die Mitfahrer aussteigen lassen. Darauf achten, dass dies außerhalb des Gefahrenbereichs der Straße geschieht.

  

Dafür sorgen, dass sich die Mitfahrer während der Reifenpanne außerhalb des Gefahrenbereichs aufhalten, z. B. hinter der Leitplanke.

  

Den Motor abstellen.

  

Den Schlüssel aus dem Zündschloss ziehen.

  

Das Warndreieck mehr oder die Warnblinkleuchten in ausreichendem Abstand aufstellen. Dabei die gesetzlichen Vorschriften beachten.

Verletzungsgefahr

Der Wagenheber ist nur zum kurzzeitigen Anheben des Fahrzeugs beim Radwechsel vorgesehen.

Bei Arbeiten unter dem Fahrzeug müssen Sie Unterstellböcke verwenden.

Achten Sie darauf, dass die Standfläche des Wagenhebers eben, fest und rutschsicher ist. Verwenden Sie keine Holzklötze oder ähnliches als Wagenheberunterlage. Sonst kann der Wagenheber wegen der eingeschränkten Höhe seine Tragfähigkeit nicht erreichen.

Starten Sie während des gesamten Radwechsels nicht den Motor.

 

TIREFIT-KIT verwenden

Mit dem TIREFIT-Kit können Sie kleine Stichverletzungen, besonders in der Reifen-Lauffläche, abdichten. TIREFIT können Sie bei Außentemperaturen bis -20 °C verwenden.

Unfallgefahr

In folgenden Fällen ist Ihre Sicherheit besonders gefährdet und TIREFIT kann keine Pannenhilfe leisten:

  • bei Schnitt- oder Stichverletzungen des Reifens, die größer als 4 mm sind

  • bei Schäden an der Felge

  • wenn Sie mit sehr niedrigem Reifendruck oder luftleeren Reifen gefahren sind

Fahren Sie nicht weiter! Verständigen Sie eine qualifizierte Fachwerkstatt, die die notwendigen Fachkenntnisse und Werkzeuge zur Durchführung der erforderlichen Arbeiten hat.

Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen hierfür einen Mercedes-Benz Service-Stützpunkt. Insbesondere bei sicherheitsrelevanten Arbeiten und bei Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen ist der Service durch eine qualifizierte Fachwerkstatt unerlässlich.

  

Den eingedrungenen Fremdkörper, z. B. die Schraube oder den Nagel, im Reifen lassen.

  

TIREFIT, den beiliegenden Aufkleber „max. 80 km/h“ und die elektrische Luftpumpe aus dem Stauraum unter dem Kofferraumboden nehmen mehr.

Aufkleber Sichtfeld Fahrer
Aufkleber Rad
  

Den Teil  des Aufklebers in das Sichtfeld des Fahrers kleben.

  

Den Teil  des Aufklebers in der Nähe des Ventils auf das Rad des defekten Reifens kleben.

Verletzungsgefahr

TIREFIT darf nicht mit Haut, Augen oder Kleidung in Berührung kommen.

  • Wenn Sie TIREFIT in die Augen bekommen oder berührt haben, spülen Sie sie sofort gründlich mit klarem Wasser aus.

  • Wechseln Sie mit TIREFIT verschmutzte Kleidung sofort.

  • Wenn allergische Reaktionen auftreten, suchen Sie sofort einen Arzt auf.

Halten Sie TIREFIT von Kindern fern.

  • Wenn TIREFIT verschluckt wurde, lassen Sie sofort den Mund gründlich ausspülen und reichlich Wasser trinken.

  • Lösen Sie kein Erbrechen aus! Suchen Sie sofort einen Arzt auf!

  • Atmen Sie die Dämpfe nicht ein.

Wenn TIREFIT ausgetreten ist, lassen Sie es antrocknen. Sie können es dann wie eine Folie abziehen.

Wenn Ihre Kleidung mit TIREFIT verschmutzt wurde, lassen Sie sie möglichst bald in einer Reinigung mit Perchlorethylen reinigen.

Verletzungsgefahr

Beachten Sie die Sicherheitshinweise des Herstellers auf dem Aufkleber der elektrischen Luftpumpe!

Ihrem Fahrzeug können zwei unterschiedliche Luftpumpen beigelegt sein. Sie erkennen die Version 1 an der Klappe, hinter der sich der Schlauch mit dem Manometer und das Kabel befinden und die Version 2 an dem in die elektrische Luftpumpe eingelassenen Manometer.

TIREFIT-Füllflasche
Klappe
Aussparung
Ein-/Ausschalter
Stecker mit Kabel
Schlauch elektrische Luftpumpe
Flansch
  

Die Klappe  der elektrischen Luftpumpe öffnen.

  

Den Stecker mit Kabel und den Schlauch der elektrischen Luftpumpe  aus dem Gehäuse ziehen.

  

Den Schlauch  der elektrischen Luftpumpe auf den Flansch  der TIREFIT-Füllflasche  schrauben.

  

Die TIREFIT-Füllflasche mit dem Kopf nach unten in die Aussparung der elektrischen Luftpumpe stecken.

Einfüllschlauch
Ventil
  

Die Ventilkappe vom Ventil  des defekten Reifens drehen.

Ablassschraube
Manometer
  

Sicherstellen, dass die Ablassschraube am Manometer  ganz geschlossen ist.

  

Den Einfüllschlauch  auf das Ventil schrauben.

  

Den Stecker  in die Steckdose des Zigarettenanzünders* mehr oder in eine 12-V-Steckdose in Ihrem Fahrzeug mehr stecken.

  

Den Schlüssel im Zündschloss auf Stellung 1 mehr drehen.

  

Den Ein-/Ausschalter  an der elektrischen Luftpumpe auf I drücken.

 

Die elektrische Luftpumpe ist eingeschaltet. Der Reifen wird aufgepumpt.

 

Zunächst wird das TIREFIT in den Reifen gepumpt. Dabei kann der Druck kurzzeitig auf ca. 5 bar steigen.

Schalten Sie die elektrische Luftpumpe in dieser Phase nicht ab!

  

Die elektrische Luftpumpe fünf Minuten laufen lassen. Danach muss ein Reifendruck von mindestens 1,8 bar erreicht sein.

Betreiben Sie die elektrische Luftpumpe nicht länger als sechs Minuten ohne Unterbrechung. Sonst kann sie zu heiss werden.

Wenn die Luftpumpe abgekühlt ist, können Sie sie weiter benutzen.

Wenn nach fünf Minuten der Luftdruck von 1,8 bar nicht erreicht wird:

  

Die elektrische Luftpumpe ausschalten, diese abnehmen und mit dem Fahrzeug etwa 10 m vor- oder zurückfahren.

 

Das TIREFIT kann sich so besser verteilen.

  

Die TIREFIT-Füllflasche von der elektrischen Pumpe abnehmen.

  

Den Reifen erneut aufpumpen.

Unfallgefahr

Wenn nach fünf Minuten der Luftdruck von 1,8 bar nicht erreicht werden kann, ist der Reifen zu stark beschädigt.

Fahren Sie nicht weiter! Verständigen Sie eine qualifizierte Fachwerkstatt, die die notwendigen Fachkenntnisse und Werkzeuge zur Durchführung der erforderlichen Arbeiten hat. Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen hierfür einen Mercedes-Benz Service-Stützpunkt. Insbesondere bei sicherheitsrelevanten Arbeiten und bei Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen ist der Service durch eine qualifizierte Fachwerkstatt unerlässlich.

Wenn Sie einen Reifendruck von 1,8 bar erreicht haben:

  

Den Ein-/Ausschalter an der elektrischen Luftpumpe auf 0 drücken.

 

Die elektrische Luftpumpe ist ausgeschaltet.

  

Die elektrische Luftpumpe abnehmen und verstauen.

  

Das Warndreieck einklappen und verstauen.

  

Sofort losfahren.

 

Das TIREFIT kann sich so im Reifen verteilen.

  

Nach etwa zehn Minuten Fahrt anhalten und den Reifendruck mit der elektrischen Luftpumpe überprüfen.

Unfallgefahr

Wenn der Reifendruck jetzt weniger als 1,3 bar beträgt, ist der Reifen zu stark beschädigt. Fahren Sie nicht weiter! Verständigen Sie eine qualifizierte Fachwerkstatt, die die notwendigen Fachkenntnisse und Werkzeuge zur Durchführung der erforderlichen Arbeiten hat. Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen hierfür einen Mercedes-Benz Service-Stützpunkt. Insbesondere bei sicherheitsrelevanten Arbeiten und bei Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen ist der Service durch eine qualifizierte Fachwerkstatt unerlässlich.

  

Den Reifendruck korrigieren, wenn er noch mindestens 1,3 bar beträgt (Werte siehe Tankklappe).

Reifendruck erhöhen: Die elektrische Luftpumpe einschalten.

Reifendruck verringern: Die Ablassschraube  am Manometer öffnen.

  

Zur nächsten Werkstatt fahren und den Reifen ersetzen lassen.

  

Das TIREFIT-Kit so bald wie möglich in einer qualifizierten Fachwerkstatt ersetzen lassen, z. B. in einem Mercedes-Benz Service-Stützpunkt.

Unfallgefahr

Überschreiten Sie nicht die Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h.

Der Aufkleber „max. 80 km/h“ muss im Sichtbereich des Fahrers befestigt sein.

Das Fahrverhalten des Fahrzeugs kann beeinträchtigt sein.

Umwelthinweis

Lassen Sie das gebrauchte TIREFIT-Kit fachgerecht entsorgen, z. B. in einem Mercedes-Benz Service-Stützpunkt.

  

Das TIREFIT-Kit alle vier Jahre in einer qualifizierten Fachwerkstatt austauschen lassen, z. B. in einem Mercedes-Benz Service-Stützpunkt.

 

Radwechsel und Reserverad-Montage*

Unfallgefahr

Rad- und Reifengröße von Notrad* und Normalrad können unterschiedlich sein.

Mit einem montierten Notrad* „Faltrad“ ändert sich das Fahrverhalten Ihres Fahrzeugs. Passen Sie Ihre Fahrweise an.

Sie dürfen das Notrad* „Faltrad“ nur kurzzeitig benutzen. Überschreiten Sie nicht die Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h und schalten Sie das ESP® nicht ab.

Betreiben Sie das Fahrzeug niemals mit mehr als einem Notrad* „Faltrad“.

Unfallgefahr

Lassen Sie das Notrad* „Faltrad“ bald möglichst in einer qualifizierten Fachwerkstatt, die die notwendigen Fachkenntnisse und Werkzeuge zur Durchführung der erforderlichen Arbeiten hat, durch ein neues Rad ersetzen. Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen hierfür einen Mercedes-Benz Service-Stützpunkt. Insbesondere bei sicherheitsrelevanten Arbeiten und bei Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen ist der Service durch eine qualifizierte Fachwerkstatt unerlässlich.

Fahrzeug vorbereiten

  

Das Fahrzeug wie beschrieben vorbereiten mehr.

  

Die Räder in Geradeausstellung bringen.

  

Aus dem Stauraum unter dem Kofferraumboden

  • das Notrad* „Faltrad“

  • das Bordwerkzeug

  • den Unterlegkeil

  • den Wagenheber

  • die Luftpumpe

nehmen.

  

Das Fahrzeug gegen Wegrollen sichern.

Auf ebener Straße: Vorn und hinten Keile oder ähnliches unter das Rad legen, das dem zu wechselnden Rad diagonal gegenüber liegt.

  

An Gefällen: Keile oder ähnliches unter beide Räder der anderen Achse legen.

Fahrzeug anheben

Radschlüssel
  

Am zu wechselnden Rad die Radschrauben mit dem Radschlüssel  um etwa eine Umdrehung lösen. Die Schrauben nicht herausschrauben.

Unfallgefahr

Wenn Sie den Wagenheber nicht richtig ansetzen, kann das Fahrzeug

  • vom Wagenheber fallen

  • Sie oder andere verletzen

  • beschädigt werden.

Setzen Sie deshalb den Wagenheber nur an den dafür vorgesehenen Wagenheber-Ansatzpunkten an. Beseitigen Sie vor dem Ansetzen des Wagenhebers eventuellen Schmutz aus der Wagenheberaufnahme.

Abdeckung für Einsteckrohr
  

Kräftig in Pfeilrichtung auf die Abdeckung drücken und die Abdeckung mit einem Schraubendreher abhebeln.

  

Die Abdeckung abnehmen. Darauf achten, dass die Rastnase nicht abbricht.

Einsteckbolzen des Wagenhebers
Einsteckrohr
Kurbel
  

Den Einsteckbolzen bis zum Anschlag in das Einsteckrohr schieben.

  

Darauf achten, dass sich der Fuß des Wagenhebers direkt unter dem Wagenheber Ansatzpunkt befindet.

  

Den Wagenheber in dieser Position halten und die Kurbel so lange im Uhrzeigersinn drehen, bis die Standfläche des Wagenhebers den Boden berührt. Der Wagenheber muss dabei lotrecht stehen, auch an der Steigung.

  

So lange an der Kurbel drehen, bis der Reifen maximal drei Zentimeter vom Boden entfernt ist.

  

Die oberste Radschraube ganz herausschrauben.

Zentrierbolzen
  

Statt der Radschraube den Zentrierbolzen aus dem Bordwerkzeug in das Gewinde schrauben.

  

Die übrigen Radschrauben ganz herausschrauben.

Legen Sie die Radschrauben nicht in Sand oder Schmutz. Die Gewinde der Radschrauben und Radnaben können sonst beschädigt werden.

  

Das Rad abnehmen.

Neues Rad montieren

Unfallgefahr

Erneuern Sie Radschrauben, die beschädigt oder angerostet sind.

Ölen und fetten Sie Radschrauben nie ein.

Unfallgefahr

Wenn ein Gewinde in der Radnabe beschädigt ist, fahren Sie nicht weiter! Verständigen Sie eine qualifizierte Fachwerkstatt, die die notwendigen Fachkenntnisse und Werkzeuge zur Durchführung der erforderlichen Arbeiten hat. Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen hierfür einen Mercedes-Benz Service-Stützpunkt oder den „Service 24 h“. Insbesondere bei sicherheitsrelevanten Arbeiten und bei Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen ist der Service durch eine qualifizierte Fachwerkstatt unerlässlich.

Unfallgefahr

Verwenden Sie nur Radschrauben, die für das Rad und das Fahrzeug vorgesehen sind. Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen aus Sicherheitsgründen nur die für Mercedes-Benz freigegebenen Radschrauben zu verwenden. Andere Schrauben könnten sich lösen.

Ziehen Sie die Radschrauben nicht bei angehobenem Fahrzeug fest. Das Fahrzeug kann sonst kippen.

  

Die Anlageflächen von Rad und Radnabe reinigen.

  

Das Notrad* „Faltrad“ auf den Zentrierbolzen schieben und andrücken.

  

Die Radschrauben einschrauben und leicht anziehen.

  

Den Zentrierbolzen herausschrauben.

  

Die letzte Radschraube einschrauben und leicht anziehen.

Notrad* „Faltrad“ mit der elektrischen Luftpumpe aufpumpen

Unfallgefahr

Pumpen Sie das Faltrad auf, bevor Sie das Fahrzeug ablassen, da sonst die Felge beschädigt werden kann.

Die elektrische Luftpumpe ist im Stauraum unter dem Kofferraumboden.

  

Die elektrische Luftpumpe aus dem Stauraum unter dem Kofferraumboden nehmen.

Klappe
Ein- / Ausschalter
Stecker
Luftschlauch mit Manometer und Ablassschraube
Überwurfmutter
  

Die Klappe öffnen.

  

Den Stecker und den Luftschlauch aus dem Gehäuse ziehen.

  

Sicherstellen, dass die Ablassschraube am Manometer geschlossen ist.

  

Die Ventilkappe vom Ventil des Reifens schrauben.

  

Die Überwurfmutter des Luftschlauchs auf das Ventil schrauben.

  

Den Stecker in die Steckdose des Zigarettenanzünders* mehr oder in eine 12-V-Steckdose in Ihrem Fahrzeug mehr stecken.

  

Sicherstellen, dass der Schlüssel im Zündschloss in Stellung 2 ist.

  

Den Ein- / Ausschalter an der elektrischen Luftpumpe auf I drücken.

 

Die elektrische Luftpumpe ist eingeschaltet. Der Reifen wird aufgepumpt.

  

Wenn der Sollreifendruck erreicht ist, den Schalter an der elektrischen Luftpumpe auf 0 drücken. Sollreifendruck:

  • Notrad* „Faltrad“ im Format 185/60-17 93P: 2,5 bar

  • Notrad* „Faltrad“ im Format 175/55-18 95P: 3,5 bar

  • Notrad* „Faltrad“ im Format 175/55-18 91P: 3,0 bar

  • Notrad* „Faltrad“ im Format 175/50-19 97P: 3,5 bar

Betreiben Sie die elektrische Luftpumpe nicht länger als sechs Minuten ohne Unterbrechung. Sonst kann sie zu heiss werden.

Wenn die Luftpumpe abgekühlt ist, können Sie sie weiter benutzen.

Wenn der Reifendruck höher ist als der Sollreifendruck:

  

Die Ablassschraube am Manometer öffnen, bis der korrekte Reifendruck eingestellt ist.

  

Die elektrische Luftpumpe abnehmen und verstauen.

Fahrzeug ablassen

  

Das Fahrzeug ablassen. Dazu die Kurbel des Wagenhebers so lange gegen den Uhrzeigersinn drehen, bis das Fahrzeug wieder fest auf dem Boden steht.

  

Den Wagenheber aus dem Einsteckrohr ziehen.

  

Den Wagenheber zur Seite legen.

  

Die Radschrauben in der angegebenen Reihenfolge bis über Kreuz gleichmäßig festziehen. Das Anziehdrehmoment muss 130 Nm betragen.

Unfallgefahr

Lassen Sie nach einem Radwechsel das Anziehdrehmoment umgehend prüfen. Die Räder können sich lösen, wenn sie nicht mit einem Anziehdrehmoment von 130 Nm angezogen sind.

  

Den Wagenheber in die Ausgangsstellung zurückdrehen und ihn und das restliche Bordwerkzeug wieder im Kofferraum verstauen.

  

Die Lasche an der Abdeckung des Einsteckrohrs unter die obere Kante der Öffnung schieben.

  

Die Abdeckung gleichmäßig andrücken, bis sie einrastet.

 

Darauf achten, dass die Rastnasen nicht abbrechen und das Kunststoff-Halteband nicht eingeklemmt wird.

  

Das defekte Rad in die Schutzfolie packen, die dem Notrad* „Faltrad“ beiliegt, und das Rad im Kofferraum transportieren.

Solange Sie mit dem Notrad* „Faltrad“ fahren, kann der Reifendruckverlust-Warner* oder die elektronische Reifendrucküberwachung* nicht zuverlässig funktionieren.

Verstauen des gebrauchten Notrads* „Faltrad“

Wenn Sie ein gebrauchtes Notrad* „Faltrad“ wieder im Fahrzeug ablegen möchten, führen Sie die nachfolgenden Arbeitsschritte aus, da es sich sonst nicht verstauen lässt. Wir empfehlen Ihnen diese Arbeit von einer Fachwerkstatt durchführen zu lassen.

Legen Sie das Notrad* „Faltrad“ nur im trockenen Zustand im Fahrzeug ab. Sonst kann sich die Feuchtigkeit im Kofferraum halten.

  

Die Ventilkappe vom Ventil abschrauben.

  

Den Ventilausdreher aus dem Bordwerkzeug nehmen.

  

Den Ventileinsatz aus dem Ventil schrauben und die Luft entweichen lassen.

 

Das vollständige Entlüften des Reifens kann einige Minuten dauern.

  

Den Ventileinsatz wieder in das Ventil einschrauben.

  

Die Ventilkappe wieder aufschrauben.

  

Die dem Notrad* „Faltrad“ beiliegende Schutzfolie über das Notrad „Faltrad“ ziehen.

  

Das Notrad* „Faltrad“ in der Reserveradmulde unter dem Kofferraum ablegen.

  

Mit der Halteschraube die Schutzfolie durchstoßen und das Notrad* „Faltrad“ festschrauben.

 

MOExtended-Notlaufsystem*

Sie dürfen das MOExtended-Notlaufsystem nur in Verbindung mit dem Reifendruckverlust-Warner oder der Reifendruckkontrolle benutzen.

Die maximale Fahrstrecke im Notlauf ist abhängig von der Beladung des Fahrzeugs. Sie beträgt 50 km im teilbeladenen Zustand und 30 km im vollbeladenem Zustand.

Die maximal zu erzielende Fahrstrecke im Notlauf beginnt ab dem Erscheinen der Druckverlust-Warnmeldung im Multifunktions-Display.

Sie dürfen die Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h nicht überschreiten.

Fahrzeuge mit MOExtended-Notlaufsystem sind nicht mit dem TIREFIT-Kit* ausgestattet.

Wenn Sie Ihr Fahrzeug mit Reifen ohne Notlaufeigenschaften nachrüsten, z. B. Winterreifen, sollten Sie es daher zusätzlich mit einem TIREFIT-Kit* ausstatten.

Ein TIREFIT-Kit* erhalten Sie in einer qualifizierten Fachwerkstatt, z. B. in einem Mercedes-Benz Service-Stützpunkt.

Unfallgefahr

Das Fahrverhalten Ihres Fahrzeugs bei Notlauf verschlechtert sich zum Beispiel

  • bei Kurvenfahrt

  • beim Bremsen

  • bei starkem Beschleunigen

Passen Sie Ihre Fahrweise entsprechend an und vermeiden Sie abrupte Lenk- und Fahrmanöver sowie das Fahren über Hindernisse (Bordsteine, Schlaglöcher, im Gelände). Dies gilt insbesondere bei hoher Auslastung des Fahrzeugs.

Die erzielbare Notlaufstrecke hängt wesentlich von der Fahrbeanspruchung ab. Sie kann daher je nach Geschwindigkeit, Last, Fahrmanövern, Straßenbeschaffenheit, Außentemperatur usw. erheblich geringer oder bei schonender Fahrweise auch größer sein.

Beenden Sie den Notlauf bei:

  • Schlaggeräuschen

  • Schütteln des Fahrzeugs

  • Rauchentwicklung mit Gummigeruch

  • ständigem ESP®-Eingriff

  • Rissen in den Reifen-Seitenwänden

Nach einer Fahrt im Notlauf müssen Sie die Felge in einer qualifizierten Werkstatt, die die notwendigen Fachkenntnisse und Werkzeuge zur Durchführung der erforderlichen Arbeiten besitzt, auf ihre weitere Verwendbarkeit hin überprüfen lassen. Der defekte Reifen muss in jedem Fall ausgetauscht werden.

Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen hierfür eine Mercedes-Benz Service-Station. Insbesondere bei sicherheitsrelevanten Arbeiten und Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen ist der Service durch eine qualifizierte Fachwerkstatt unerlässlich.

Verwenden Sie bei einem Fahrzeug mit MOExtended-Bereifung auch nur MOExtended-Ersatzreifen in der für das Fahrzeug vorgeschriebenen Größe.