SLK - Betriebsanleitung Interaktiv

Fahrhinweise

Rollen bei abgestelltem Motor

Unfallgefahr

Stellen Sie den Motor während der Fahrt nie aus.

Wenn der Motor nicht läuft, fehlt die Servo-Unterstützung für die Lenkung und die Betriebsbremse.

Sie brauchen zum Lenken und Bremsen erheblich mehr Kraft und könnten dadurch die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren und einen Unfall verursachen.

 

Bremsen

Unfallgefahr

Schalten Sie auf glatter Fahrbahn nicht zum Bremsen zurück. Die Antriebsräder könnten die Haftung verlieren und das Fahrzeug kann ins Schleudern geraten.

Unfallgefahr

Achten Sie darauf, dass andere Verkehrsteilnehmer durch das Abbremsen nicht gefährdet werden.

Gefällstrecken

Bei langem und steilem Gefälle, insbesondere bei beladenem Fahrzeug, müssen Sie frühzeitig in einen kleineren Gang schalten bzw. bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe* den Schaltbereich 1, 2 oder 3 wählen.

Dies gilt auch, wenn Sie TEMPOMAT oder SPEEDTRONIC eingeschaltet haben.

Sie nutzen so die Bremswirkung des Motors und müssen weniger bremsen, um die Geschwindigkeit zu halten. Dadurch entlasten Sie die Bremsanlage und vermeiden, dass die Bremsen überhitzen und zu schnell verschleißen. Müssen Sie zusätzlich bremsen, betätigen Sie das Bremspedal nicht dauerhaft, sondern in Intervallen.

Hohe und geringe Beanspruchung

Stellen Sie, nachdem Sie die Bremsen sehr hoch beansprucht haben, das Fahrzeug nicht sofort ab, sondern fahren Sie kurze Zeit weiter. Die Bremsen kühlen sich durch den Fahrtwind schneller ab.

Unfallgefahr

Betätigen Sie während der Fahrt die Bremse niemals dauerhaft, z. B. Schleifenlassen durch andauernden leichten Pedaldruck. Dies führt zu einer Überhitzung der Bremsanlage, einem längeren Bremsweg und kann den vollständigen Verlust der Bremswirkung zur Folge haben.

Wenn Sie die Bremse nur mäßig beanspruchen, überzeugen Sie sich gelegentlich von ihrer Wirksamkeit. Bremsen Sie dazu aus höherer Geschwindigkeit stärker ab. Die Bremse wird dadurch griffiger.

Nasse Fahrbahn

Wenn Sie bei starkem Regen längere Zeit fahren, ohne zu bremsen, kann es beim ersten Bremsen sein, dass die Bremse verzögert anspricht. Sie müssen dann fester auf die Bremse treten.

Halten Sie deshalb größeren Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug.

Bremsen Sie nach einer Fahrt auf nasser Fahrbahn das Fahrzeug spürbar ab. Die Bremsscheiben werden warm, trocknen schneller und werden vor Korrosion geschützt.

Eingeschränkte Bremswirkung auf salzgestreuten Straßen

Unfallgefahr

Durch die Salzschicht auf Bremsscheiben und Bremsbelägen besteht die Gefahr, dass die Bremswirkung verspätet einsetzt, der Bremsweg sich erheblich verlängert und Sie dadurch einen Unfall verursachen.

Zur Vermeidung dieser Gefahr sollten Sie

  • auf salzgestreuten Straßen gelegentlich vorsichtig bremsen, um eine mögliche Salzschicht auf Bremsscheibe und Bremsbelag zu beseitigen, ohne dabei andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden

  • besonders großen Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug halten und vorausschauend fahren

  • nach Ende der Fahrt und wiederum gleich bei Fahrtbeginn vorsichtig die Bremse betätigen, um die Bremsscheibe von Salzresten zu befreien.

Neue Bremsbeläge

Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen aus Sicherheitsgründen, nur für Mercedes-Benz freigegebene Bremsbeläge oder Bremsbeläge mit gleichem Qualitätsstandard in Ihr Fahrzeug einbauen zu lassen. Nicht für Mercedes-Benz freigegebene Bremsbeläge oder Bremsbeläge mit nicht gleichem Qualitätsstandard können die Sicherheit Ihres Fahrzeugs beeinträchtigen.

Unfallgefahr

Neue Bremsbeläge haben erst nach einigen hundert Kilometern eine optimale Bremswirkung. Gleichen Sie vorher die verminderte Bremswirkung durch stärkeren Druck auf das Bremspedal aus. Dies gilt auch nach dem Wechseln von Bremsbelägen oder Bremsscheiben.

Hochleistungsbremsanlage für AMG-Fahrzeuge

Die Hochleistungsbremsanlage ist für hohe Beanspruchungen ausgelegt. Da­durch kann es beim Bremsen zu Geräuschen kommen. Diese sind abhängig von

  • Geschwindigkeit

  • Bremskraft

  • Umgebungsbedingungen, wie z. B. Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

Der Verschleiß von einzelnen Komponenten der Bremsanlage, wie z. B. Bremsbeläge oder Bremsscheiben, hängt ab von der individuellen Fahrweise und den Einsatzbedingungen.

Eine allgemein gültige Kilometer-Laufleistung kann daher nicht angegeben werden. So ist bei forcierter Fahrweise der Verschleiß entsprechend hoch.

 

Reifenhaftung

Unfallgefahr

Während das Fahrzeug bei einer bestimmten Geschwindigkeit auf trockener Fahrbahn noch voll beherrschbar ist, müssen Sie bei nasser oder vereister Fahrbahn die Geschwindigkeit vermindern, um die gleiche Fahrsicherheit zu erreichen. Andernfalls könnten Sie einen Unfall verursachen.

Widmen Sie bereits bei Temperaturen um den Gefrierpunkt dem Straßenzustand besondere Aufmerksamkeit.

Wenn sich auf der Fahrbahn Eis gebildet hat (z. B. durch Nebel), entsteht beim Bremsen schnell ein leichter Wasserfilm auf dem Eis, der die Reifenhaftung ganz erheblich herabsetzt. Fahren Sie bei solcher Witterung besonders vorsichtig.

 

Fahren bei Nässe

Auf der Fahrbahn kann ab einer bestimmten Wasserhöhe Aquaplaning auftreten, obwohl

  • Sie mit niedriger Geschwindigkeit fahren

  • die Reifenprofiltiefe der Räder ausreichend ist.

Fahren Sie deshalb nicht in Spurrillen und bremsen Sie vorsichtig.

 

Wasserdurchfahrt auf Straßen

Wenn Sie durch Wasser fahren müssen, das sich auf der Straße gesammelt hat, beachten Sie, dass

  • die Wasserhöhe bei ruhigem Wasser maximal 12 cm betragen darf

  • Sie maximal Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen.

Beachten Sie, dass vorausfahrende oder entgegenkommende Fahrzeuge Wellen erzeugen. Dadurch kann die maximal zulässige Wasserhöhe überschritten werden.

Beachten Sie diese Hinweise unbedingt, sonst können Schäden an Motor, Elektrik und Getriebe entstehen.