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Bremsen

Einleitung Bremsen

Dieser Abschnitt enthält wichtige Informationen zum Thema Bremsen und gliedert sich wie folgt:

  • Telligent®-Bremssystem mehr

  • Funktionskontrolle Blockierschutz mehr

  • Dichtheit der Druckluft-Bremsanlage prüfen mehr

  • Anti-Blockier-System (ABS) mehr

  • Bremsassistent mehr

  • Feststellbremse mehr

  • Haltestellenbremse mehr

  • Rollsperre mehr

  • Dauerbremse mehr

    • Motorbremse

    • Retarder.

 

Telligent®-Bremssystem

Die Betriebsbremse ist in der Grundausführung eine pneumatisch gesteuerte Bremse mit Anti-Blockier-System (ABS).

Zusätzlich zur Grundausführung gibt es die Betriebsbremse als Telligent®-Bremssystem.

Das Telligent®-Bremssystem hat eine elektronische Steuerung zur Regelung und Überwachung der Bremsanlage, in der folgende Systeme integriert sind:

  • Anti-Blockier-System (ABS)

  • Antriebs-Schlupf-Regelung (ASR)

  • Bremsassistent

  • Rollsperre

Zur Schonung der Radbremsen kann das Telligent®-Bremssystem, abhängig vom Beladungszustand des Fahrzeugs und den Witterungsverhältnissen, die im Fahrzeug verbaute Dauerbremse (Motorbremse/Retarder) hinzuschalten.

Liegen Störungen im Bremssystem vor, zeigt das Display eine entsprechende Display-Meldung an.

Unfallgefahr

Wenn eine Display-Meldung angezeigt wird und die Statusanzeige rot leuchtet, ist das Bremsverhalten des Fahrzeugs verändert.

Der Pedalweg und die Pedalkraft, die aufzuwenden sind, um das Fahrzeug oder den Lastzug abzubremsen, können sich vergrößern.

Der Blockierschutz kann abgeschaltet sein. Das Fahrzeug kann nur mit der normalen Bremse verzögert werden.

Setzen Sie das Fahrzeug nicht in Bewegung, oder halten Sie es unter Berücksichtigung der Verkehrssituation so schnell wie möglich an.

Lassen Sie das Bremssystem in einer qualifizierten Fachwerkstatt, die die notwendigen Fachkenntnisse und Werkzeuge zur Durchführung der erforderlichen Arbeiten hat, prüfen und instand setzen.

Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen hierfür einen Mercedes-Benz Service-Stützpunkt. Die Ausführung sicherheitsrelevanter Arbeiten und Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen durch eine qualifizierte Fachwerkstatt sind unerlässlich.

Unfallgefahr

Wenn eine Display-Meldung angezeigt wird und die Statusanzeige gelb leuchtet, kann sich das Bremsverhalten des Fahrzeugs ändern.

Fahren Sie besonders vorsichtig.

Lassen Sie das Bremssystem so schnell wie möglich in einer qualifizierten Fachwerkstatt, die die notwendigen Fachkenntnisse und Werkzeuge zur Durchführung der erforderlichen Arbeiten hat, prüfen und instand setzen.

Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen hierfür einen Mercedes-Benz Service-Stützpunkt. Die Ausführung sicherheitsrelevanter Arbeiten und Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen durch eine qualifizierte Fachwerkstatt sind unerlässlich.

 

Funktionskontrolle Blockierschutz

  

Fahrzeugschlüssel im Zündschloss in Fahrstellung drehen.

 

Das Display leuchtet etwa 2 Sekunden auf. Gleichzeitig ertönt der Warnsummer.

Anschließend wird im Display entweder die Meldung ABS Zugfahrzeug mehr oder ABS Zugfahrzeug und ABS Anhänger/Auflieger mehr angezeigt.

Unfallgefahr

Die Funktion des Blockierschutzes ist nicht gewährleistet, wenn

  • keine Anzeige des Telligent®-Bremssystems im Display erfolgt oder

  • die Anzeige nach 3 Sekunden nicht erlischt oder

  • die Anzeige nicht erlischt, wenn das Fahrzeug anfährt.

Bei Bremsvorgängen mit blockierenden Rädern ist das Fahrzeug nicht mehr lenkbar. Das Fahrzeug kann durch blockierende Räder ins Schleudern geraten. Das Fahrzeug kann nur mit der normalen Bremse verzögert werden.

Fahren Sie besonders vorsichtig.

Lassen Sie das Bremssystem so schnell wie möglich in einer qualifizierten Fachwerkstatt, die die notwendigen Fachkenntnisse und Werkzeuge zur Durchführung der erforderlichen Arbeiten hat, prüfen und instand setzen.

Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen hierfür einen Mercedes-Benz Service-Stützpunkt. Die Ausführung sicherheitsrelevanter Arbeiten und Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen durch eine qualifizierte Fachwerkstatt sind unerlässlich.

 

Dichtheit der Druckluft-Bremsanlage prüfen

Unfallgefahr

Eine undichte Druckluft-Bremsanlage gefährdet die Betriebs- und Verkehrssicherheit des Fahrzeugs. Bei zu geringem Vorratsdruck in der Druckluft-Bremsanlage ist es nicht möglich, das Fahrzeug abzubremsen. Sie können dadurch einen Unfall verursachen und somit sich und andere Personen gefährden.

Setzen Sie das Fahrzeug erst in Bewegung, wenn die Vorratsdrücke erreicht sind und die STOP-Leuchte erlischt.

Setzen Sie das Fahrzeug nicht in Bewegung, oder halten Sie es unter Berücksichtigung der Verkehrssituation so schnell wie möglich an, wenn

  • im Display (Vorratsdruck Bremsanlage) mit roter Statusanzeige angezeigt wird

  • die STOP-Leuchte nicht erlischt.

Lassen Sie die Bremsanlage in einer qualifizierten Fachwerkstatt, die die notwendigen Fachkenntnisse und Werkzeuge zur Durchführung der erforderlichen Arbeiten hat, prüfen und instand setzen.

Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen hierfür einen Mercedes-Benz Service-Stützpunkt. Die Ausführung sicherheitsrelevanter Arbeiten und Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen durch eine qualifizierte Fachwerkstatt sind unerlässlich.

Kontrollleuchte Bremskreis 1
Kontrollleuchte Bremskreis 2
Anzeige Vorratsdruck Bremskreis 1 oder 2

Fahrzeuge mit Bordcomputer Plus:

Benutzen Sie für die Dichtheitsprüfungen die Anzeige Vorratsdruck im Menü Kontroll-Info mehr .

Prüfung bei angezogener Feststellbremse

Prüfen Sie die Druckluft-Bremsanlage bei stehendem Fahrzeug auf Dichtheit:

  

Feststellbremse anziehen.

  

Um eine Undichtheit in der Druckluftanlage des Anhängers/Aufliegers auszuschließen, Druckluftleitungen vom Anhänger/Auflieger abkoppeln mehr.

  

Fahrzeugschlüssel im Zündschloss in Fahrstellung drehen.

  

Motor laufen lassen, bis ein Vorratsdruck von 10 bar angezeigt wird.

 

Es wird automatisch der Bremskreis mit dem niedrigeren Vorratsdruck angezeigt.

  

Fahrzeugschlüssel im Zündschloss bis zum Anschlag zurückdrehen.

 

Der Motor wird abgestellt.

  

Etwa 5 Sekunden warten und anschließend Fahrzeugschlüssel im Zündschloss in Fahrstellung drehen.

Wenn nach 3 Minuten kein Druckabfall an der Anzeige Vorratsdruck erkennbar ist, kann die Druckluftanlage als dicht angesehen werden.

Prüfung bei gelöster Feststellbremse, Teilbremsung

Prüfen Sie Vorratsbehälter, Ventile und Bremszylinder bei stehendem Fahrzeug und gelöster Feststellbremse auf Dichtheit:

  

Fahrzeug mit Unterlegkeilen gegen Wegrollen sichern mehr.

  

Um gleichzeitig eine Undichtheit in der Druckluftanlage des Anhängers/Aufliegers auszuschließen, Druckluftleitungen vom Anhänger/Auflieger abkoppeln mehr.

  

Feststellbremse lösen.

  

Motor laufen lassen, bis ein Vorratsdruck von 10 bar angezeigt wird.

  

Fahrzeugschlüssel bis zum Anschlag zurückdrehen.

 

Der Motor wird abgestellt.

  

Etwa 5 Sekunden warten und anschließend Fahrzeugschlüssel in Fahrstellung drehen.

  

Bremspedal zu einer Teilbremsung (halber Pedalweg) niedertreten. Stellung des Pedals nicht verändern!

Wenn nach 3 Minuten kein Druckabfall an der Anzeige Vorratsdruck erkennbar ist, kann die Druckluftanlage als dicht angesehen werden.

 

Anti-Blockier-System (ABS)

ABS regelt den Bremsdruck so, dass beim Bremsen die Räder nicht blockieren. Dadurch bleibt die Lenkfähigkeit Ihres Fahrzeugs beim Bremsen erhalten.

ABS wirkt unabhängig von der Straßenbeschaffenheit ab Schrittgeschwindigkeit. Bei glatter Straße regelt ABS bereits, wenn Sie nur leicht bremsen.

Bremsen mit Blockierschutz

Wenn ABS beim Bremsen regelt, spüren Sie ein Pulsieren am Bremspedal.

Wenn ABS regelt:

  

Bremspedal weiter kräftig durchtreten, bis die Bremssituation vorüber ist.

Bei einer Vollbremsung:

  

Bremspedal mit voller Kraft durchtreten.

Unfallgefahr

Beim Überbremsen eines Anhängers/Aufliegers besteht Unfallgefahr. Die Räder des Anhängers/Aufliegers können blockieren, das Fahrzeug kann instabil werden und Sie können die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren.

Der Anhänger/Auflieger kann beim Bremsen überbremsen, wenn:

  • Sie einen Anhänger/Auflieger ohne ABS mitführen

  • das ABS ausfällt

  • das Display die Meldung bzw. Störung ABS Anhänger allein anzeigt.

Bei Vollbremsungen Reaktion des Anhängers/Aufliegers im Außenspiegel beobachten.

Vermeiden Sie - außer in Notsituationen - Vollbremsungen, damit die Räder des Aufliegers nicht blockieren. Das Fahrzeug bleibt stabil, wenn die Räder des Aufliegers nicht blockieren.

Der Blockierschutz im Telligent®-Bremssystem entbindet Sie nicht von einer den Verkehrs- und Fahrbahnverhältnissen angepassten Fahrweise. Spurhaltung und Lenkfähigkeit des Fahrzeugs/Lastzugs verbessern sich durch den Blockierschutz beim Bremsen. Der Blockierschutz ist jedoch nicht in der Lage, die Folgen von z. B. zu geringem Sicherheitsabstand oder von überhöhter Kurvengeschwindigkeit abzuwenden.

Während der ABS-Regelung wird die Dauerbremse automatisch ausgeschaltet. Die Kontrollleuchte geht jedoch nicht aus.

Wenn das Zugfahrzeug ohne Anhänger/Auflieger oder mit einem Anhänger/Auflieger ohne ABS gefahren wird:

  

Stecker des Verbindungskabels in die Leer-Steckdose einstecken.

Wenn das Zugfahrzeug mit einem Anhänger/Auflieger mit ABS oder einem elektronischen Bremssystem gefahren wird:

  

Stecker des Verbindungskabels aus der Leer-Steckdose entnehmen und in die Steckdose des Anhängers/Aufliegers einstecken.

ABS ausschalten

Bei ausgeschaltetem ABS kann sich der Bremsweg im Gelände und auf unbefestigten Straßen (z. B. bei weichem oder extrem welligem Untergrund) verkürzen. Sie können nur das ABS des Zugfahrzeugs ausschalten.

Unfallgefahr

Bei ausgeschaltetem ABS können die Räder beim Bremsvorgang blockieren. Bei Bremsvorgängen mit blockierten Rädern ist das Fahrzeug nicht mehr lenkbar und kann ins Schleudern geraten.

Für langsame Fahrten im Gelände können Sie das ABS ausschalten, um den Bremsweg zu verkürzen. Auf öffentlichen Straßen und festem Untergrund müssen Sie das ABS immer einschalten.

Schalter ABS-Abschaltung

  

Schalter ABS-Abschaltung oben drücken.

 

Das ABS ist ausgeschaltet. Im Display wird bzw. ABS abgeschaltet mit gelber Statusanzeige angezeigt. Gleichzeitig geht die Kontrollleuchte in der Instrumententafel an.

ABS wieder einschalten

  

Schalter ABS-Abschaltung oben drücken.

 

Das ABS ist wieder eingeschaltet. Die Anzeige im Display geht aus.

Wenn Sie den Motor erneut starten, ist das ABS automatisch wieder eingeschaltet.

 

Bremsassistent

Der Bremsassistent wirkt in Notbremssituationen. Wenn Sie schnell auf das Bremspedal treten, erhöht der Bremsassistent automatisch den Bremsdruck der Bremse und verkürzt so den Bremsweg.

  

So lange fest auf das Bremspedal treten, bis die Notbremssituation vorüber ist.

 

Das ABS verhindert dabei ein Blockieren der Räder.

Wenn das Bremspedal losgelassen wird, funktioniert die Bremse wieder wie gewohnt. Der Bremsassistent wird dann deaktiviert.

Wenn der Bremsassistent gestört ist, bleibt die Funktion der Bremsanlage weiter erhalten. Jedoch wird in Notbremssituationen die Bremskraft nicht automatisch zusätzlich verstärkt und der Bremsweg kann sich verlängern.

 

Feststellbremse

Die Feststellbremse dient dazu, das abgestellte Fahrzeug gegen Wegrollen zu sichern. Sie wirkt auf die Federspeicherzylinder.

Unfallgefahr

Achten Sie darauf, dass der Hebel der Feststellbremse in der Vollbremsstellung eingerastet ist. Sonst geht der Hebel automatisch in die Lösestellung zurück. Das Fahrzeug wird dann nicht gebremst und kann wegrollen.

An einer Steigung oder im Gefälle kann die Bremskraft der Federspeicherzylinder unter Umständen nicht ausreichen, um das beladene Fahrzeug gegen Wegrollen zu sichern.

Prüfen Sie in der Prüfstellung, ob die Bremskraft der Federspeicherzylinder ausreicht, um das beladene Fahrzeug zu halten.

Sichern Sie das Fahrzeug einschließlich Anhänger/Auflieger zusätzlich mit Unterlegkeilen gegen Wegrollen.

Der Hebel der Feststellbremse kann am Cockpit oder neben dem Fahrersitz verbaut sein.

Feststellbremse anziehen
Feststellbremse lösen
Feststellbremse prüfen (Fahrzeuge mit Anhänge- oder Sattelkupplung)
Lösestellung
Vollbremsstellung (Hebel eingerastet)
Prüfstellung
  

Feststellbremse anziehen: Hebel der Feststellbremse aus der Lösestellung in die Vollbremsstellung schwenken und einrasten lassen.

 

Die Kontrollleuchte in der Instrumententafel geht an.

Feststellbremse des Anhängers/Aufliegers anziehen: siehe Betriebsanleitung des Herstellers.

Anhänger/Auflieger mit EG-Bremsanlage: Bei angekuppeltem Anhänger/Auflieger wirkt die Feststellbremse auch auf die Betriebsbremsanlage des Anhängers/Aufliegers.

  

Prüfstellung: Hebel der Feststellbremse aus der Lösestellung in die Vollbremsstellung schwenken und einrasten lassen.

  

Hebel der Feststellbremse drücken und über die Vollbremsstellung hinaus in die Prüfstellung schwenken. Während der Prüfung Hebel der Feststellbremse in der Prüfstellung festhalten.

 

Der Lastzug wird nur durch die Federspeicherkraft des Zugfahrzeugs gehalten, die Bremsen des Anhängers/Aufliegers sind gelöst. Das Fahrzeug darf sich nicht bewegen.

Bei Feuerwehrfahrzeugen mit Vierradfeststellbremse wird die Feststellbremse der Vorderachse gelöst, damit festgestellt werden kann, ob das Fahrzeug nur durch die Federspeicherbremse gehalten wird.

  

Wenn die Bremskraft nicht ausreicht, um den Lastzug zu halten: Zugfahrzeug und Anhänger/Auflieger zusätzlich mit Unterlegkeilen sichern.

  

Hebel der Feststellbremse aus der Prüfstellung in die Vollbremsstellung zurückschwenken und dort einrasten lassen.

 

Die Kontrollleuchte in der Instrumententafel geht an.

  

Feststellbremse lösen: Hebel der Feststellbremse aus der Vollbremsstellung nach oben ziehen und bis zum Anschlag in die Lösestellung schwenken.

 

Die Kontrollleuchte in der Instrumententafel geht aus.

Sie können die Feststellbremse nur dann vollständig lösen, wenn der Vorratsdruck in den beiden Bremskreisen mindestens 8 bar beträgt. Die STOP-Leuchte darf nicht angehen.

Wenn die Kontrollleuchte in der Instrumententafel weiterhin leuchtet, ist der Vorratsdruck im Federspeicher-Bremskreis zu niedrig (unter 5,5 bar). Die Federspeicher der Feststellbremse können Sie zum Abschleppen des Fahrzeugs auch mechanisch lösen mehr.

 

Haltstellenbremse

Die Haltestellenbremse hat gegenüber der Feststellbremse einen geringeren Druckluftbedarf. Benutzen Sie daher an Haltestellen möglichst die Haltestellenbremse.

Schalter Haltestellenbremse

Unfallgefahr

Zum Abstellen des Fahrzeugs muss die Feststellbremse angezogen werden. Sonst kann das Fahrzeug ungewollt wegrollen. Wenn erforderlich (z. B. an Steigungen oder Gefällen), Fahrzeug zusätzlich mit Unterlegkeilen sichern.

Haltestellenbremse einschalten

  

Schalter Haltestellenbremse oben drücken.

 

Die Kontrollleuchte in der Instrumententafel geht an.

Die Haltestellenbremse ist in Bereitschaft, aber nicht aktiv.

  

Fahrzeug bis zum Stillstand abbremsen.

 

Die Haltestellenbremse ist eingeschaltet und nach erneutem Anfahren wieder in Bereitschaft.

Wenn bei gelöster Betriebsbremse und eingeschalteter Haltestellenbremse der Fahrzeugschlüssel im Zündschloss bis zum Anschlag zurückgedreht wird, ertönt der Warnsummer. Zusätzlich blinkt die Kontrollleuchte in der Instrumententafel.

  

Feststellbremse anziehen.

Haltestellenbremse lösen

  

Gaspedal niedertreten.

 

Wenn das Fahrzeug anfährt, löst die Haltestellenbremse automatisch.

Haltestellenbremse ausschalten

  

Schalter Haltestellenbremse unten drücken.

 

Die Kontrollleuchte in der Instrumententafel geht aus.

 

Rollsperre

Die Rollsperre ist ein Teil des Telligent®-Bremssystems und bietet die Funktion einer Anfahrunterstützung. Wenn die Rollsperre eingeschaltet ist, bleibt sie auch nach einem Zwischenstopp oder abgestelltem Motor im Vorwärts- und Rückwärtsgang in Bereitschaft.

Die Rollsperre unterstützt den Fahrer beim Anfahren an Steigungen oder im Gefälle. Die Rollsperre verhindert, dass das Fahrzeug wegrollt und ermöglicht ein ruckfreies Anfahren.

Unfallgefahr

Schalten Sie die Rollsperre bei winterlichen Straßenverhältnissen nicht ein. Die Räder könnten nach dem Anhalten an Steigungen oder im Gefälle blockieren und das Fahrzeug könnte wegrutschen.

Die Rollsperre ist nur ein Hilfsmittel, das Sie beim Anfahren unterstützen soll.

Rollsperre einschalten

Schalter Rollsperre

  

Schalter Rollsperre oben drücken.

 

Die Rollsperre ist in Bereitschaft, aber nicht aktiv.

  

Fahrzeug bis zum Stillstand abbremsen.

 

Die Rollsperre ist aktiv. Die Kontrollleuchte in der Instrumententafel leuchtet auf.

Die Rollsperre bleibt aktiv, solange Sie das Brems- oder Kupplungspedal niedertreten.

Rollsperre lösen

Wenn das Fahrzeug anfährt, löst die Rollsperre automatisch.

Die Kontrollleuchte in der Instrumententafel geht aus.

Unfallgefahr

Fahrzeuge mit Telligent®-Schaltautomatik:

Wenn Sie bei aktiver Rollsperre das Bremspedal loslassen, ertönt kurzzeitig der Warnsummer. Die Rollsperre wird gelöst und die Kontrollleuchte in der Instrumententafel geht aus. Das Fahrzeug kann ungewollt wegrollen.

Fahrzeuge ohne Telligent®-Schaltautomatik:

Wenn Sie bei Fahrzeugstillstand und eingeschalteter Rollsperre nicht das Fahr-, Kupplungs- oder Bremspedal niedertreten, ertönt kurzzeitig der Warnsummer. Die Rollsperre wird gelöst und die Kontrollleuchte in der Instrumententafel geht aus. Das Fahrzeug kann ungewollt wegrollen.

Rollsperre ausschalten

  

Schalter Rollsperre unten drücken.

 

Die Kontrollleuchte in der Instrumententafel geht aus. Die Rollsperre ist ausgeschaltet.

Wenn Sie die Feststellbremse anziehen, geht die Kontrollleuchte in der Instrumententafel aus. Die Rollsperre ist nicht mehr aktiv, bleibt aber weiterhin in Bereitschaft.

 

Dauerbremse

Als Dauerbremsen werden Motorbremse und Retarder eingesetzt.

Schalten Sie beim Befahren von langen Straßengefällen rechtzeitig in einen kleineren Gang oder schalten Sie die Dauerbremse ein, um die Bremswirkung des Motors auszunutzen.

Unfallgefahr

Schalten Sie auf glatter Fahrbahn die Dauerbremse (Motorbremse/Retarder) nicht ein. Die Räder könnten sonst blockieren und das Fahrzeug könnte ins Schleudern geraten.

Bremsen Sie das Fahrzeug im Fahrbetrieb möglichst mit der Dauerbremse.

Die Dauerbremse können Sie mit dem Multifunktionshebel einschalten.

Die Dauerbremse wird automatisch eingeschaltet, wenn

  • Sie bei beladenem Fahrzeug das Bremspedal niedertreten. Bei leerem oder teilbeladenem Fahrzeug wird nur die Betriebsbremse betätigt

  • ein Regelvorgang des Tempomat vorliegt (Brems-Tempomat).

Dauerbremse ein-/ausschalten

Dauerbremse ausgeschaltet
-Bremsstufen

Fahrzeuge ohne Retarder sind nur mit 2 Bremsstufen (Hebelstellung und ) ausgestattet.

In Hebelstellung ist die Bremswirkung am geringsten, in Hebelstellung am größten.

  

Einschalten: Multifunktionshebel in die gewünschte Bremsstufe ziehen.

 

Die Kontrollleuchte in der Instrumententafel geht an.

  

Ausschalten: Multifunktionshebel in Stellung ziehen.

 

Die Kontrollleuchte in der Instrumententafel geht aus.

Wenn bei eingeschalteter Dauerbremse die Kontrollleuchte angeht oder bei ausgeschalteter Dauerbremse die Kontrollleuchte nicht ausgeht:

Lassen Sie die Dauerbremse so schnell wie möglich in einer qualifizierten Fachwerkstatt, die die notwendigen Fachkenntnisse und Werkzeuge zur Durchführung der erforderlichen Arbeiten hat, prüfen und instand setzen.

Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen hierfür einen Mercedes-Benz Service-Stützpunkt. Die Ausführung sicherheitsrelevanter Arbeiten und Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen durch eine qualifizierte Fachwerkstatt sind unerlässlich.

Während der ABS-Regelung wird die Dauerbremse automatisch ausgeschaltet. Die Kontrollleuchte geht jedoch nicht aus.

Fahrzeug mit Telligent®-Schaltautomatik

Die Elektronik schaltet nicht zurück, wenn bei eingeschalteter Dauerbremse die Fahrgeschwindigkeit für eine Rückschaltung zu hoch ist. In diesem Fall geht die Kontrollleuchte in der Instrumententafel an.

  

Fahrgeschwindigkeit mit der Betriebsbremse verringern.

 

Die Kontrollleuchte in der Instrumententafel geht aus.

Die Elektronik schaltet bei betätigter Betriebsbremse und eingeschalteter Dauerbremse entsprechend der Fahrsituation automatisch zurück.

Motorbremse

Die Wirkung der Motorbremse ist abhängig von der Motordrehzahl. Hohe Motordrehzahl bedeutet hohe Motorbremsleistung.

Beachten Sie den Wirkungsbereich der Motorbremse auf dem Drehzahlmesser (gelbes Feld).

Retarder

Unfallgefahr

Wenn im Display mit roter Statusanzeige angezeigt wird, kann der Retarder nicht während der ABS-Regelung oder durch Niedertreten des Gaspedals ausgeschaltet werden.

Fahren Sie besonders vorsichtig. Das Fahrzeug könnte unkontrolliert bremsen. Vor allem auf glatter Fahrbahn könnten die Räder blockieren und das Fahrzeug könnte ins Schleudern geraten.

Lassen Sie den Retarder so schnell wie möglich in einer qualifizierten Fachwerkstatt, die die notwendigen Fachkenntnisse und Werkzeuge zur Durchführung der erforderlichen Arbeiten hat, prüfen und instand setzen.

Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen hierfür einen Mercedes-Benz Service-Stützpunkt. Die Ausführung sicherheitsrelevanter Arbeiten und Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen durch eine qualifizierte Fachwerkstatt sind unerlässlich.

Abhängig von der Kühlmitteltemperatur verringert sich die Bremswirkung des Retarders automatisch. In diesem Fall zeigt das Display die Meldung an.

  

Besonders auf langen Gefällestrecken frühzeitig zurückschalten, um die Bremswirkung des Motors auszunutzen.

Wenn die Kontrollleuchte in der Instrumententafel in Hebelstellung angeht, schalten Sie den Retarder nicht ein.

Lassen Sie den Retarder so schnell wie möglich in einer qualifizierten Fachwerkstatt, die die notwendigen Fachkenntnisse und Werkzeuge zur Durchführung der erforderlichen Arbeiten hat, prüfen und instand setzen.

Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen hierfür einen Mercedes-Benz Service-Stützpunkt. Die Ausführung sicherheitsrelevanter Arbeiten und Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen durch eine qualifizierte Fachwerkstatt sind unerlässlich.

Hinweise zur Reinigung und Pflege des Retarders mehr.