Econic Betriebsanleitung online

Betriebsstoffe

Einleitung Betriebsstoffe

Betriebsstoffe sind:

  • Scheibenwaschmittel

  • Bremsflüssigkeit

  • Kraftstoffe (z. B. Benzin, Diesel)

  • Erdgas

  • Schmierstoffe (z. B. Motoren-, Getriebe-, Hydrauliköle, Fette)

  • Gefrierschutz, Kühlmittel

  • AdBlue (Reduktionsmittel BlueTec®-Abgasnachbehandlung).

Freigegebene Betriebsstoffe erfüllen die höchsten Qualitätsanforderungen und sind in den Mercedes-Benz Betriebsstoff-Vorschriften dokumentiert. Verwenden Sie deshalb für Ihr Fahrzeug nur freigegebene Betriebsstoffe. Dies ist ein wichtiger Bestandteil der Sachmängelhaftung. Informationen zu freigegebenen Betriebsstoffen erhalten Sie in allen Mercedes-Benz Service-Stützpunkten.

Sie erkennen die von Mercedes-Benz freigegebenen Betriebsstoffe an folgender Aufschrift auf der Gebindebezeichnung:

  • MB-Freigabe (z. B. Freigabe 228.5)

    oder

  • MB-Approval 228.5.

Andere Kennzeichnungen und Empfehlungen, die auf ein Qualitätsniveau oder eine Spezifikation hinweisen, sind nicht zwingend von Mercedes-Benz freigegeben. Weitere Informationen erhalten Sie in jedem Mercedes-Benz Service-Stützpunkt.

Für freigegebene Betriebsstoffe sind keine Sonderzusätze erforderlich oder zulässig (ausgenommen freigegebene Kraftstoffzusätze). Sonderzusätze können zu Aggregatsschäden führen und dürfen deshalb den Kraft- oder Schmierstoffen nicht zugemischt werden.

Die Anwendung von Sonderzusätzen liegt immer in der Verantwortung des Fahrzeugbetreibers. Die Anwendung von Sonderzusätzen kann die Einschränkung oder den Verlust von Sachmängelansprüchen zur Folge haben.

Verletzungsgefahr

Betriebsstoffe sind gesundheitsschädlich. Sie enthalten giftige und ätzende Bestandteile.

Betriebsstoffe sind leicht entzündbar.

Beachten Sie deshalb folgende Anweisungen, um Verletzungen für sich und andere Personen zu vermeiden:

  • Dämpfe nicht einatmen. In geschlossenen Räumen stets für ausreichende Belüftung sorgen, um Vergiftungen zu vermeiden.

  • Betriebsstoffe nicht mit Haut, Augen oder Bekleidung in Berührung bringen. Bei dennoch erfolgtem Kontakt betroffene Hautstellen mit Wasser und Seife reinigen, um Verätzungen und sonstige Verletzungen zu vermeiden.

    Bei Augenkontakt gründlich mit viel klarem Wasser spülen.

  • Feuer, offenes Licht und Rauchen sind im Umgang mit Betriebsstoffen aufgrund der leichten Entzündbarkeit verboten.

  • Beachten Sie die Verwendungs- und Warnhinweise auf den Gebinden.

Umwelthinweis

Entsorgen Sie Betriebsstoffe umweltgerecht!

 

Motoröle

Fahrzeuge mit Erdgasmotor:
Verwenden Sie nur Motoröle, die den Mercedes-Benz Betriebsstoff-Vorschriften nach Blatt-Nr. 226.9 entsprechen.

Fahrzeuge ohne BlueTec®-Abgasnachbehandlung:

Verwenden Sie nur Motoröle, die den Mercedes-Benz Betriebsstoff-Vorschriften nach Blatt-Nr. 228.1/.3/.31/.5/.51 (Mehrbereichsöle) bzw. nach Blatt-Nr. 228.0/.2 (Einbereichsöle) entsprechen. Besonders empfohlen werden Motoröle nach Blatt-Nr. 228.5.

Fahrzeuge mit BlueTec®-Abgasnachbehandlung:
Verwenden Sie nur Motoröle, die den Mercedes-Benz Betriebsstoff-Vorschriften nach Blatt-Nr. 228.3/.31/.5/.51 (Mehrbereichsöle) bzw. nach Blatt-Nr. 228.2 (Einbereichsöle) entsprechen. Besonders empfohlen werden Motoröle nach Blatt-Nr. 228.5.

Diese Motoröle besitzen einen hohen Qualitätsstandard und wirken sich günstig aus auf

  • den Verschleiß des Motors

  • den Kraftstoffverbrauch

  • die Abgasemissionen.

Anwendungsbereiche

  • Mehrbereichsöle nach Blatt-Nr. 226.9 sind ganzjährig verwendbar.

  • Mehrbereichsöle nach Blatt-Nr. 228.1/.3/.31/.5/.51 sind ganzjährig verwendbar. Abhängig vom Kraftstoff-Schwefelgehalt können sich die Ölwechselintervalle verkürzen.

  • Einbereichsöle nach Blatt-Nr. 228.0/.2 decken nur eine SAE-Klasse (Viskosität) für bestimmte Temperaturbereiche ab. Abhängig von der Jahreszeit und den jeweiligen Außentemperaturen das Motoröl entsprechend den Viskositätsklassen wechseln.

Kraftstoffschwefelgehalt und Motorölqualität im Bordcomputer einstellen mehr.

Motoröle einer anderen Qualitätsstufe sind nicht zulässig und können zum Verlust der Sachmängelansprüche führen.

Fahrzeugbetrieb mit FAME-Kraftstoff (Bio-Dieselkraftstoff):

Verwenden Sie nur Motoröle nach Blatt-Nr. 228.1/.3/.5/.51 der Mercedes-Benz Betriebsstoff-Vorschriften. Dies ist auch bei einem Mischbetrieb von handelsüblichem Dieselkraftstoff und FAME-Kraftstoffen erforderlich.

Motoröle einer anderen Qualitätsstufe sind nicht zulässig und können zum Verlust der Sachmängelansprüche führen.

Ölwechsel

Ölwechselintervalle sind abhängig von den Einsatzbedingungen des Fahrzeugs, der Qualität des eingefüllten Motoröls und der Kraftstoffart (z.B. FAME-Kraftstoff).

Der Bordcomputer zeigt automatisch den Ölwechsel-Zeitpunkt als Ereignismeldung im Display an.

Die SAE-Klasse (Viskosität) des Motoröls entsprechend der Außentemperatur wählen.

Wenn Sie kein Ganzjahresöl im Motor verwenden, müssen Sie bei Eintritt der kalten Jahreszeit rechtzeitig den Ölwechsel mit einem freigegebenen Motoröl in den vorgeschriebenen SAE-Klassen vornehmen.

Nur mit Motorölen einer besonders hohen Qualitätsstufe (z. B. nach Blatt-Nr. 228.5 der Mercedes-Benz Betriebsstoff-Vorschriften) wird das maximale Ölwechselintervall erreicht.

Bei zu viel eingefülltem Öl besteht die Gefahr eines Katalysator- oder Motorschadens. Lassen Sie zu viel eingefülltes Öl absaugen.

Einbereichsöle
Mehrbereichsöle

Motoröle SAE-Klassen

Im Bordcomputer sind folgende Motoröldaten einzustellen:

  • Blatt-Nr. (Qualitätsstufe)

  • SAE-Klasse (Viskosität).

Motoröl ein-/nachfüllen

Zum Nachfüllen empfiehlt Mercedes-Benz, nur Motoröle der gleichen Qualitätsstufe und SAE-Klasse zu verwenden, die beim letzten Motorölwechsel eingefüllt wurden.

Mischbarkeit von Motorölen

Wenn im Ausnahmefall das im Motor eingefüllte Motoröl nicht verfügbar ist: ein anderes von Mercedes-Benz freigegebenes mineralisches oder synthetisches Motoröl nachfüllen. Motoröle werden unterschieden nach

  • Motorölmarke

  • Qualitätsstufe (Blatt-Nr.)

  • SAE-Klasse (Viskosität).

Durch Ölmischung vermindern sich die Vorteile hochwertiger Motoröle.

Ölqualität einstellen

Wenn Sie Motoröl nachfüllen oder bei einem Ölwechsel ein Motoröl mit geringerer Qualität verwenden, ist die Qualität dieses Öls im Bordcomputer einzustellen.

Füllen Sie Motoröl mit besserer Qualität nach, dürfen Sie diese Qualität keinesfalls im Bordcomputer einstellen.

Original Element p durch Gültigkeiten gefiltert!

Aus der Gebindebezeichnung auf dem Ölbehälter sind folgende Angaben ersichtlich:

  • Qualitätsstufe (z. B. Blatt-Nr. 228.5)

  • SAE-Klasse (z. B. Viskosität 5W30).

Umwelthinweis

Wenn Sie Ihr Fahrzeug mit FAME-Kraftstoff (Bio-Dieselkraftstoff) betreiben, sind zur Entsorgung von Motorölen besondere Hinweise und nationale Vorschriften zu beachten. Auskunft erteilt jeder Mercedes-Benz Service-Stützpunkt.

 

Getriebeöle

Abhängig von der Fahrzeugausführung können ab Werk die Antriebsachsen und das Getriebe mit einem qualitativ hochwertigen Synthetiköl befüllt sein.

Wenn beim Ölwechsel an diesen Aggregaten anstelle des eingefüllten Synthetiköls ein mineralisches Getriebeöl verwendet werden sollen, ist vorher zu prüfen, ob die Verwendung eines mineralischen Getriebeöls zulässig ist. Auskunft erteilt jeder Mercedes-Benz Service-Stützpunkt.

Getriebe

Die Qualitätsstufe des eingefüllten Getriebeöls kann im Bordcomputer überprüft und geändert werden mehr.

 

Kühlmittel

Im Werk wird ein Kühlmittel eingefüllt, das den Gefrierschutz und den Korrosionsschutz sicherstellt.

Das Kühlmittel ist eine Mischung aus Wasser und Korrosions-/Frostschutzmittel.

Im Kühlmittel sorgt das Korrosions-/Frostschutzmittel für

  • Korrosionsschutz

  • Gefrierschutz

  • Erhöhung des Siedepunktes.

Das Kühlmittel muss aus Gründen des Korrosionsschutzes und zur Erhöhung des Siedepunktes ganzjährig im Kühlsystem bleiben - auch in Ländern mit hohen Außentemperaturen.

Die Korrosions-/Frostschutzmittel-Konzentration im Kühlmittel halbjährlich prüfen.

Kühlmittel alle 3 Jahre erneuern.

Um Schäden im Kühlsystem zu vermeiden, nur freigegebene Korrosions-/Frostschutzmittel verwenden.

Wenn das Kühlmittel erneuert wird, soll im Kühlmittel 50 Vol.-% Korrosions-/Frostschutzmittel enthalten sein. Das entspricht einem Gefrierschutz bis -37 °C.

Einen Anteil von 55 Vol.-% (Gefrierschutz bis etwa -45 °C) nicht überschreiten, da sich sonst die Wärmeabfuhr verschlechtert.

Bei Kühlmittelverlust nicht nur Wasser nachfüllen, sondern anteilig auch ein freigegebenes Korrosions-/Frostschutzmittel.

Das Wasser im Kühlmittel muss bestimmten Anforderungen genügen, die häufig von Trinkwasser erfüllt werden. Wenn die Wasserqualität nicht ausreichend ist, muss das Wasser aufbereitet werden.

Mercedes-Benz Betriebsstoff-Vorschriften, Blatt-Nr. 310, beachten.

Weitere Informationen zur Betriebs- und Verkehrssicherheit Ihres Fahrzeugs erteilt jeder Mercedes-Benz Service-Stützpunkt.

Kühlmittelzusatz ohne Gefrierschutzeigenschaft

Umwelthinweis

In Ausnahmefällen, wenn kein Gefrierschutz benötigt wird (z. B. in Ländern mit anhaltend hohen Außentemperaturen), ist es zulässig, dem Wasser statt Korrosions-/Frostschutzmittel einen Kühlmittelzusatz nach Blatt-Nr. 312.0 der Mercedes-Benz Betriebsstoff-Vorschriften beizumischen.

Veredelungsmittel (Korrosionsschutzöle) sind nicht zulässig. Kühlmittel jährlich erneuern.

Weitere Informationen über die erforderliche Wasserqualität und freigegebene Kühlmittelzusätze ohne Gefrierschutzeigenschaften erhalten Sie in allen Mercedes-Benz Service-Stützpunkten.

 

Dieselkraftstoffe

Nur handelsübliche Fahrzeug-Dieselkraftstoffe nach DIN EN 590 (oder vergleichbaren nationalen Kraftstoffnormen) verwenden. Qualitäten wie Marine Diesel Fuel, Heizöle usw. sind nicht zulässig.

Wenn Sie das Fahrzeug aus Fässern oder Kanistern betanken, filtern Sie den Kraftstoff vor dem Einfüllen.

Dadurch vermeiden Sie Störungen in der Kraftstoffanlage durch verunreinigten Kraftstoff.

Verwenden Sie nur die vorgeschriebenen Kraftstoffqualitäten. Kraftstoff-Sonderzusätze führen ggf. zu:

  • Funktionsstörungen

  • Katalysatorschäden

  • Motorschäden.

Wenn erforderlich, nur freigegebene Kraftstoff-Sonderzusätze verwenden.

Die Anwendung von Sonderzusätzen liegt immer in der Verantwortung des Fahrzeugbetreibers. Die Anwendung von Sonderzusätzen kann zu Einschränkungen oder zum Verlust der Sachmängelansprüche führen.

Kraftstoffqualität

Bei Fahrzeugauslieferung ist im Bordcomputer der landesübliche Kraftstoff-Schwefelgehalt des Empfängerlandes eingestellt.

Kraftstoff-Schwefelgehalt im Bordcomputer einstellen mehr.

Wenn Sie das Fahrzeug in anderen Ländern betanken, müssen Sie im Bordcomputer den Kraftstoff-Schwefelgehalt des anderen Landes einstellen. Es folgt eine Übersicht des landesüblichen Kraftstoff-Schwefelgehaltes in Gewichts‑%.

Tabelle Kraftstoff-Schwefelgehalt (Stand September 2007)

Schwefelgehalt (Gewichts‑%)

Europa, GUS

Albanien

(nur Euro-Diesel)

, 

(Es werden auch Dieselkraftstoffe mit höherem Schwefelgehalt angeboten.)

, Armenien, Aserbeidschan, Belarus, Belgien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, , Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Mazedonien, , Moldawien, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Serbien, , Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, , Ukraine, , Ungarn, Zypern

0...0,1

Albanien, Georgien, Mazedonien, Moldawien, Serbien, Tadschikistan, Türkei, Ukraine

0,1...0,3

Kasachstan, Kirgisien, Kroatien, Turkmenistan, Ukraine, Usbekistan

0,3...0,8

Australien, Ozeanien

Australien, Französisch Polynesien, Neuseeland, Papua-Neuguinea

0...0,1

Fidschi-Inseln, Neukaledonien

0,3...0,8

Asien

Bhutan, Brunei, China, Hongkong, Indien, Japan, Laos, Nepal, Philippinen, Singapur, Sri Lanka,  Südkorea, Taiwan, Thailand, Turkmenistan

0...0,1

Indonesien, Kambodscha, Malaysia, Mongolei, Sri Lanka, Vietnam

0,1...0,3

Bangladesch, Myanmar (Birma), Pakistan

0,3...0,8

Vorderasien, Mittlerer Osten

Israel, Katar, Libanon, , Oman, , Palästina, West-Jordanland

0...0,1

Abu Dhabi, Libanon, Oman

0,1...0,3

Bahrain, Dubai, Irak, Iran, Kuwait, Saudi-Arabien, Syrien

0,3...0,8

Jemen, Jordanien

0,8...

Nordamerika

Kanada, Mexiko, USA

0...0,1

Mittelamerika, Südamerika, Karibik

Argentinien (nur Shell Pura), Bolivien, Brasilien, Chile

0...0,1

Argentinien, Brasilien, Costa Rica, Ecuador, Honduras, Kolumbien, Peru, Trinidad und Tobago

0,1...0,3

Dominikanische Republik, El Salvador, Guatemala, Jamaika, Kuba, Panama, Paraguay, Surinam, Uruguay, Venezuela

0,3...0,8

Afrika

Algerien, Marokko, , Südafrika, Sudan

0...0,1

Angola, Ghana, Marokko, Mauritius, Nigeria, Senegal, Tunesien

0,1...0,3

Ägypten, Benin, Gabun, Kenia, Libyen, Madagaskar, Malawi, Mali, Mosambik, Sambia, Simbabwe, Tansania

0,3...0,8

Äthiopien, Burkina Faso, Kongo, Marokko, Uganda

0,8...

Dieselkraftstoffe bei niedrigen Temperaturen

Bei sehr tiefen Außentemperaturen kann das Fließvermögen des Dieselkraftstoffes infolge von Paraffinausscheidung nicht ausreichend sein.

Um Betriebsstörungen zu vermeiden, werden in den Wintermonaten Dieselkraftstoffe mit besserem Fließverhalten angeboten.

Winter-Dieselkraftstoffe sind in der Bundesrepublik Deutschland und anderen mitteleuropäischen Ländern bis zu Außentemperaturen von -22 betriebssicher. Winter-Dieselkraftstoff ist in den meisten Fällen bei den landesüblichen Außentemperaturen störungsfrei verwendbar.

Kraftstoffzusatz

Winter-Dieselkraftstoffen mit -22 -Garantie keinen Fließverbesserer beimischen. Das Kältefließverhalten des Kraftstoffes kann sich durch den Kraftstoffzusatz verschlechtern.

Bei Sommer-Dieselkraftstoff oder bei weniger kältebeständigem Winter-Dieselkraftstoff (z. B. in Südeuropa) eine von der Außentemperatur abhängige Menge Fließverbesserer oder Petroleum beimischen.

Den Zusatz rechtzeitig dem Dieselkraftstoff beimischen, bevor das Fließverhalten des Dieselkraftstoffes durch Paraffinausscheidung nicht mehr ausreicht. Nur durch Erwärmung der gesamten Kraftstoffanlage, z. B. durch Abstellen in einer beheizten Halle, sind Störungen infolge von Paraffinausscheidung zu beseitigen.

Das Fahrzeug ist mit einer Kraftstoff-Vorwärmanlage ausgerüstet. Diese verbessert zusätzlich das Fließverhalten des Dieselkraftstoffs um etwa 8 .

Fließverbesserer

Die Wirksamkeit eines Fließverbesserers ist nicht bei jedem Kraftstoff garantiert. Beachten Sie die Empfehlungen des Herstellers. Auskunft über freigegebene Fließverbesserer erteilt jeder Mercedes-Benz Service-Stützpunkt.

Bei FAME-Kraftstoffen (Bio-Dieselkraftstoff) verändert sich bei Zugabe von Fließverbesserern die Kältestabilität nicht.

Petroleum

Die Zugabe von 5 Vol.-% Petroleum verbessert die Kältebeständigkeit des Dieselkraftstoffes um etwa 8 . Die Beimischung von Petroleum darf maximal 50 % betragen.

Die Zumischung unter Berücksichtigung der Außentemperatur so niedrig wie möglich halten.

  

Motor einige Zeit laufen lassen, damit der Zusatz in die gesamte Kraftstoffanlage gelangt.

Brandgefahr

Durch die Zugabe von Petroleum setzt sich der Flammpunkt des Dieselkraftstoffes herab. Dadurch ist der Kraftstoff leichter entzündbar.

Mischen Sie Petroleum mit Dieselkraftstoff nur im Kraftstoffbehälter.

Füllen Sie zuerst Petroleum und dann Dieselkraftstoff ein.

Beachten Sie die entsprechenden Sicherheitsvorschriften.

 

FAME-Kraftstoff (Bio-Dieselkraftstoff)

Sie können ihr Fahrzeug mit reinem FAME-Kraftstoff (Bio-Dieselkraftstoff) nach DIN EN 14214 oder im Mischbetrieb von handelsüblichem Dieselkraftstoff und FAME-Kraftstoff betreiben. Dies gilt auch für Fahrzeuge mit BlueTec®-Abgasnachbehandlung.

Der Fahrbetrieb mit FAME-Kraftstoff (Bio-Dieselkraftstoff) verursacht

  • etwas höheren Kraftstoffverbrauch

  • leicht verringerte Motorleistung

  • verstärkte Weißrauchbildung nach dem Kaltstart des Motors.

Bitte beachten Sie bei der Verwendung von FAME-Kraftstoff die folgenden Punkte:

  • etwa 1000 km nach Umstellung auf FAME-Kraftstoff (Bio-Dieselkraftstoff) sind Kraftstoff- und Motorölfilter zu erneuern.

  • Bei jedem Motorölwechsel sind Motorölfilter und Kraftstofffilter zu erneuern.

  • FAME-Kraftstoff (Bio-Dieselkraftstoff) verkürzt die Standzeit des herkömmlichen Kraftstofffilters. Daher empfiehlt Mercedes-Benz den Einbau eines speziellen Kraftstoffvorfilters. Informationen hierzu erteilt jede qualifizierte Fachwerkstatt, z. B. jeder Mercedes-Benz Service-Stützpunkt.

  • Bei Verwendung von FAME-Kraftstoffen (Bio-Dieselkraftstoff) ist im Bordcomputer die veränderte Kraftstoffqualität einzustellen. Dies ist auch bei einem Mischbetrieb von handelsüblichen Dieselkraftstoffen und FAME-Kraftstoffen (Bio-Dieselkraftstoff) erforderlich, um Motorschäden zu vermeiden.

  • Die Intervalle für Motoröl- und Filterwechsel verkürzen sich deutlich.

  • Nur FAME-Kraftstoff (Bio-Dieselkraftstoff) nach DIN EN 14214 verwenden. Kraftstoffe, die nicht der Norm DIN EN 14214 entsprechen, oder dem Kraftstoff beigefügte Sonderzusätze können zu Funktionsstörungen oder zu einem Motorschaden führen.

  • FAME-Kraftstoff (Bio-Dieselkraftstoff) greift lackierte Oberflächen an. Deshalb nicht auf die Lackierung einwirken lassen. Sofort mit Wasser abspülen.

  • Nur Motoröle nach Blatt-Nr. 228.5 oder 228.3 der Mercedes-Benz Betriebsstoff-Vorschriften verwenden.

  • Bei längeren Standzeiten kann FAME-Kraftstoff (Bio-Dieselkraftstoff) Bauteile der Kraftstoffanlage verkleben. Deshalb vor längeren Motorstillstandzeiten FAME-Kraftstoff (Bio-Dieselkraftstoff) aufbrauchen und Kraftstoffbehälter mit handelsüblichem Dieselkraftstoff auffüllen. Vor dem Abstellen des Fahrzeugs Motor mindestens 1 Stunde laufen lassen.

  • Bei Fahrzeugen mit langen Standzeiten (z. B. Feuerwehr) ist ein Betrieb mit FAME-Kraftstoff (Bio-Dieselkraftstoff) nicht zu empfehlen.

  • Die Zusatzheizung darf nur mit handelsüblichem Dieselkraftstoff betrieben werden. Der Betrieb mit FAME-Kraftstoff (Bio-Dieselkraftstoff) oder ein Mischbetrieb von handelsüblichem Dieselkraftstoff und FAME-Kraftstoff (>10 % Beimischung) führt zu Funktionsstörungen und ist deshalb nicht zulässig.

    Wird das Fahrzeug mit FAME-Kraftstoff (Bio-Dieselkraftstoff) oder im Mischbetrieb von handelsüblichem Dieselkraftstoff und FAME-Kraftstoff (>10 % Beimischung) betrieben:

    Für den Betrieb der Zusatzheizung ist ein zusätzlicher Kraftstoffbehälter mit handelsüblichem Dieselkraftstoff erforderlich.

Kraftstoffqualität einstellen mehr.

Umwelthinweis

Wenn Sie Ihr Fahrzeug mit FAME-Kraftstoff (Bio-Dieselkraftstoff) betreiben, fragen Sie Ihren Entsorgungsbetrieb, ob Sie das Motoröl getrennt sammeln müssen. Nicht jeder Hersteller von Zweitraffinaten (aus gebrauchtem Motoröl hergestellter Schmierstoff) kann mit FAME-Kraftstoff (Bio-Dieselkraftstoff) angereichertes Motoröl verarbeiten.

Bezüglich der Entsorgung von Motorölen besondere Hinweise und nationale Vorschriften beachten. Auskunft erteilt jede qualifizierte Fachwerkstatt, z. B. jeder Mercedes-Benz Service-Stützpunkt.

Mercedes-Benz übernimmt keine Sachmängelhaftung für Schäden, wenn

  • diese im ursächlichen Zusammenhang mit dem Einsatz von FAME-Kraftstoff (Bio-Dieselkraftstoff) stehen, der nicht der Norm DIN EN 14214 entspricht

  • die Vorschriften nach Blatt-Nr. 135 der Mercedes-Benz Betriebsstoff-Vorschriften für den Betrieb mit FAME-Kraftstoff (Bio-Dieselkraftstoff) nicht beachtet wurden

  • Funktionsstörungen oder Folgeschäden (z. B. Lackschäden) durch den Umgang oder den Betrieb mit FAME-Kraftstoff (Bio-Dieselkraftstoff) entstehen.

Niedrige Außentemperaturen

FAME-Kraftstoff (Bio-Dieselkraftstoff) ist nach DIN EN 14214 bis zu Außentemperaturen von etwa -20 °C betriebssicher.

Das Fahrzeug ist mit einer Kraftstoff-Vorwärmanlage ausgerüstet. Diese verbessert zusätzlich das Fließverhalten des FAME-Kraftstoffes (Bio-Dieselkraftstoff) um etwa 8 °C.

 

AdBlue

AdBlue ist eine nicht brennbare, ungiftige, farb- und geruchlose sowie wasserlösliche Flüssigkeit.

Nur AdBlue nach DIN 70 070 verwenden. Sonderzusätze sind nicht zulässig.

Kommt AdBlue beim Tanken mit lackierten Oberflächen oder Aluminiumoberflächen in Kontakt, betroffene Flächen sofort mit viel Wasser abspülen.

Hohe Außentemperaturen

Wenn sich AdBlue im Vorratsbehälter längere Zeit auf über 50 °C (z. B. durch direkte Sonneneinstrahlung) erwärmt, können durch die Zersetzung von AdBlue Ammoniak-Dämpfe entstehen.

Verletzungsgefahr

Wird der AdBlue-Tankdeckel bei hohen Temperaturen geöffnet, können Ammoniakdämpfe austreten. Ammoniakdämpfe haben einen stechenden Geruch und reizen vor allem Haut, Schleimhäute und Augen. Abhängig von der Konzentration und der Dauer, in der diese Ammoniakdämpfe eingeatmet werden, kommt es zu einem Brennen der Augen, der Nase und des Rachen sowie zu Hustenreiz und tränenden Augen.

Atmen Sie austretende Ammoniakdämpfe nicht ein.

Niedrige Außentemperaturen

AdBlue gefriert bei einer Temperatur von etwa -11 °C. Das Fahrzeug ist ab Werk mit einer AdBlue-Vorwärmanlage ausgerüstet. Ein Winterbetrieb ist somit auch bei Temperaturen unter -11 °C gewährleistet.

Bei niedrigen Temperaturen kann es am Wickelschlauch zwischen Motor und Schalldämpfer zur Bildung von AdBlue-Kristallen kommen. Eine derartige Auskristallisation stellt keine funktionelle Beeinträchtigung der Abgasnachbehandlung dar. Die AdBlue-Kristalle können bei Bedarf mit klarem Wasser entfernt werden.

Sonderzusätze

Mischen Sie AdBlue keine Sonderzusätze bei und verdünnen Sie AdBlue nicht mit Leitungswasser. Dadurch kann die BlueTec®-Abgasnachbehandlung zerstört werden.

Schäden, die durch die Verwendung solcher Zusätze oder von Leitungswasser entstehen, führen zum Verlust der Sachmängelansprüche.

Lagerung

Verwenden Sie zur Lagerung von AdBlue nur Behälter aus hochlegierten Cr-Ni-Stählen, Mo-Cr-Ni-Stählen nach DIN EN 10 088-1/2/3 oder Kunststoffbehälter aus Polypropylen oder Polyethylen.

Behälter aus Aluminium, Kupfer, kupferhaltigen Legierungen sowie unlegierte oder verzinkte Stähle sind zur Lagerung von AdBlue nicht geeignet. AdBlue könnte bei der Lagerung in solchen Behältern Bestandteile dieser Metalle ablösen und die BlueTec®-Abgasnachbehandlung zerstören.

Schäden, die durch abgelöste Bestandteile des Lagerbehälters entstehen, führen zum Verlust der Sachmängelansprüche.

Entsorgung

Beachten Sie bei der Entsorgung von AdBlue länderspezifische Gesetze und Vorschriften.

Umwelthinweis

AdBlue umweltgerecht entsorgen.

Reinheit

Um Funktionsstörungen bei der Abgasnachbehandlung zu vermeiden, ist die Reinheit von AdBlue besonders wichtig.

Wenn AdBlue, z. B. bei einer Reparatur, aus dem Tank abgepumpt wird, darf dieses nicht wieder eingefüllt werden, da die Reinheit der Flüssigkeit nicht mehr gewährleistet ist.

Verunreinigungen (z. B. durch andere Betriebsstoffe, Reinigungsmittel, Staub) führen zu erhöhten Emissionswerten, Funktionsstörungen, Katalysatorschäden oder Motorschäden.

 

Erdgas

CNG: Compressed Natural Gas (komprimiertes Erdgas)

Erdgas besteht im Wesentlichen aus Methan.

Gasqualität

Der Norm-Entwurf DIN 51624 zur Erdgasqualität ist noch nicht verabschiedet.

Nur Erdgas der Gruppen H (High) oder L (Low) nach DVGW G 260 verwenden. Die 2 Erdgasqualitäten H‑Gas und L‑Gas unterscheiden sich im Methananteil bzw. im Heizwert. Die Methanzahl muss mindestens 75 betragen.

Der Kraftstoffverbrauch ist vom Heizwert abhängig. Tanken Sie nach Möglichkeit nur H‑Gas.