Econic Betriebsanleitung online

Wartung

Einleitung Wartung

Wie jedes technische Gerät benötigt das Fahrzeug Pflege und Wartung. Der Umfang und die Häufigkeit der Wartungsarbeiten richten sich in erster Linie nach den oft stark unterschiedlichen Betriebsbedingungen.

Das beigelegte Wartungsheft enthält Angaben zu Umfang und Häufigkeit der Wartungsarbeiten sowie Hinweise zu Sachmängelhaftung, Betriebsstoffen und Wartungsarbeiten.

Im Wartungsheft bestätigt die qualifizierte Fachwerkstatt, z. B. ein Mercedes-Benz Service-Stützpunkt, die jeweils durchgeführten Arbeiten.

Für die Ausführung von Prüf- und Wartungsarbeiten werden spezielle Fachkenntnisse vorausgesetzt, die im Rahmen dieser Betriebsanleitung nicht vermittelt werden können. Es empfiehlt sich, diese Arbeiten von geschultem Fachpersonal ausführen zu lassen.

Lassen Sie Service-Arbeiten immer von einer qualifizierten Fachwerkstatt durchführen. Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen hierfür einen Mercedes-Benz Service-Stützpunkt, da dieser über die notwendigen Fachkenntnisse und Werkzeuge für die erforderlichen Arbeiten verfügt. Die Ausführung sicherheitsrelevanter Arbeiten und Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen durch eine qualifizierte Fachwerkstatt sind unerlässlich.

Erfahrungen und regelmäßige technische Anweisungen durch das Werk sowie Einrichtungen und Werkzeuge bieten die Gewähr für fachgerechte, den neuesten Erkenntnissen entsprechende Betreuung des Fahrzeugs.

Verletzungsgefahr

Lesen Sie unbedingt vor der Durchführung von Wartungsmaßnahmen und Reparaturen die mit den Wartungsmaßnahmen und Reparaturen zusammenhängenden maßgeblichen Abschnitte der technischen Dokumentation, wie z. B. Betriebsanleitung und Werkstattinformation.

Machen Sie sich vorher insbesondere auch mit den gesetzlichen Bestimmungen vertraut, wie z. B. Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften.

Sie könnten sonst Gefahren nicht erkennen und sich oder andere verletzen.

Bei Arbeiten unter dem Fahrzeug müssen Sie das Fahrzeug durch Unterstellböcke mit ausreichender Traglast sichern.

Nehmen Sie keinesfalls den Wagenheber als Ersatz! Es besteht die Gefahr, dass der Wagenheber nachgibt, das Fahrzeug absackt und Sie oder andere Personen schwer verletzt oder Gegenstände beschädigt werden.

Der Wagenheber dient nur zum kurzzeitigen Anheben des Fahrzeugs.

Lassen Sie Service-Arbeiten immer in einer qualifizierten Fachwerkstatt, die die notwendigen Fachkenntnisse und Werkzeuge für die erforderlichen Arbeiten hat, durchführen.

Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen hierfür einen Mercedes-Benz Service-Stützpunkt. Die Ausführung sicherheitsrelevanter Arbeiten und Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen durch eine qualifizierte Fachwerkstatt sind unerlässlich.

Umwelthinweis

Müssen aus betriebstechnischen Gründen einzelne Wartungsarbeiten in eigener Regie durchgeführt werden, auf Umweltschutzmaßnahmen achten. Bei der Entsorgung von Betriebsstoffen, z. B. Motoröl, müssen die gesetzlichen Vorschriften beachtet werden. Davon betroffen sind ebenfalls alle Teile, wie z. B. Filter, die mit Betriebsstoffen in Berührung kamen. Bei Fahrzeugen, die mit FAME-Kraftstoff betrieben werden, sind bei der Entsorgung von Motoröl besondere Hinweise zu beachten. Auskunft erteilt jede qualifizierte Fachwerkstatt, z. B. jeder Mercedes-Benz Service-Stützpunkt. Leere Gebinde, Reinigungstücher und Pflegemittel umweltgerecht entsorgen. Gebrauchsanweisung von Pflegemitteln beachten. Motor im Stand nicht länger als notwendig laufen lassen.

Ersatzteile

Achten Sie auf die Eignung der Ersatzteile für Ihr Fahrzeug. Teile, die zu einer Änderung des Fahrzeugs führen, bewirken in vielen Ländern ein Erlöschen der Betriebserlaubnis, wenn

  • sich die in der Betriebserlaubnis genehmigte Fahrzeugart ändert

  • eine Gefährdung von Verkehrsteilnehmern zu erwarten ist

  • sich das Abgas- oder Geräuschverhalten verschlechtert.

Die Verwendung von nicht zugelassenen Teilen kann die Fahrzeugsicherheit nachteilig beeinflussen.

 

Telligent®-Wartungssystem (WS)

Das Telligent®-Wartungssystem ermittelt abhängig von den Einsatzbedingungen des Fahrzeugs die Service-Termine für Ölwechsel an Aggregaten und allgemeine Wartungsarbeiten.

Der Bordcomputer liefert einen ständigen Überblick über die voraussichtlichen Service-Termine des Fahrzeugs und der Aggregate mehr.

14 Tage vor einem fälligen Service-Termin weist eine Service-Meldung erstmalig auf die Service-Arbeiten hin. Wenn der Service-Termin erreicht oder überschritten ist, erfolgen weitere Meldungen mehr.

Der Zeitpunkt für die erstmalige Service-Meldung ist auf einen Wert von 0 bis 30 Tagen vor Fälligkeit programmierbar. Informationen erteilt jeder Mercedes-Benz Service-Stützpunkt.

Bestätigen Sie durchgeführte Service-Arbeiten im Display des Bordcomputers mehr.

Wenn Sie Service-Arbeiten bestätigen, ohne sie fristgerecht durchführen zu lassen, führt dies zu erhöhtem Verschleiß und zu Schäden am Fahrzeug oder den Aggregaten. Service-Termine nur bestätigen, wenn die Service-Arbeiten durchgeführt wurden.

Wenn ein Mercedes-Benz Service-Stützpunkt die Service-Arbeiten durchführt, bestätigt er die fachgerechte Erledigung sowohl im Bordcomputer als auch im Wartungsheft.

 

Wartungsklappe

Verletzungsgefahr

Beim Öffnen oder Schließen der Wartungsklappe können im Schwenkbereich der Wartungsklappe Personen verletzt oder Gegenstände beschädigt werden.

Achten Sie darauf, dass sich im Schwenkbereich der Wartungsklappe keine Personen oder Gegenstände befinden.

Öffnungshebel

Öffnen

  

Öffnungshebel auf der rechten und linken Seite nach innen drücken.

 

Wartungsklappe schwenkt nach oben.

Schließen

  

Wartungsklappe nach unten schwenken.

  

Links und rechts auf die Wartungsklappe drücken, bis sie hörbar in die Verriegelung einrastet.

  

Wartungsklappe nach unten schwenken.

  

Links und rechts auf die Wartungsklappe drücken, bis sie hörbar in die Verriegelung einrastet.

 

Kühlmittelstand

Kühlmittel besteht aus Wasser und einem Frost- und Korrosionsschutzmittel. Prüfen Sie den Kühlmittelstand nur bei waagerecht stehendem Fahrzeug und kaltem Motor.

Wenn der Flüssigkeitsstand im Kühlmittel-Ausgleichsbehälter zu niedrig ist, wird im Display angezeigt. Zusätzlich geht die Statusanzeige rot an.

Kühlmittelstand prüfen und nachfüllen

Der Kühlmittel-Ausgleichsbehälter ist rechts hinter dem Fahrerhaus.

Verschlussdeckel

Kühlmittel-Ausgleichsbehälter

Kühlmittelstand nur bei abgekühltem Motor prüfen.

Verletzungsgefahr

Das Kühlsystem steht unter Druck. Schrauben Sie den Verschlussdeckel des Kühlmittel-Ausgleichsbehälters deswegen erst dann auf, wenn sich der Motor abgekühlt hat. Sie können sich sonst mit heißem Kühlmittel verbrühen.

Tragen Sie Handschuhe und Schutzbrille.

  

Um den Überdruck abzulassen, Verschlussdeckel langsam um etwa eine halbe Umdrehung nach links drehen.

  

Verschlussdeckel ganz abschrauben.

Das Kühlmittel im Kühlmittel-Ausgleichsbehälter muss bis zum Rand des Einfüllstutzens reichen.

Kühlmittelzusammensetzung und Wasserqualität beachten.

Weitere Informationen zum Kühlmittel finden Sie im Kapitel Betriebsstoffemehr.

  

Kühlmittel im Kühlmittel-Ausgleichsbehälter bis zum Rand des Einfüllstutzens nachfüllen.

  

Verschlussdeckel aufsetzen und bis zum Anschlag festdrehen.

  

Motor kurzzeitig mit wechselnden Drehzahlen laufen lassen.

  

Kühlmittelstand prüfen, eventuell nachfüllen.

 

Scheibenwaschanlage

Brandgefahr

Scheibenwaschmittel-Konzentrat ist leicht entflammbar. Vermeiden Sie Feuer, Rauchen und offenes Licht im Umgang mit dem Scheibenwaschmittel-Konzentrat.

Dem Wasser ein handelsübliches Scheibenwaschmittel-Konzentrat für die Sommer- oder Winterzeit beifügen.

Wenn der Flüssigkeitsstand im Vorratsbehälter Scheibenwaschanlage zu niedrig ist, wird im Display angezeigt und die Statusanzeige leuchtet gelb.

Der Vorratsbehälter Scheibenwaschanlage ist hinter dem Fahrerhaus.

Verschlussdeckel Vorratsbehälter Scheibenwaschanlage
  

Verschlussdeckel Vorratsbehälter Scheibenwaschanlage abschrauben.

  

Vorratsbehälter auffüllen.

  

Verschlussdeckel Vorratsbehälter Scheibenwaschanlage aufsetzen und im Uhrzeigersinn festdrehen.

 

Ölstand im Motor

Ölstand im Motor prüfen

Der Ölstand im Motor kann über den Bordcomputer geprüft werden mehr.

Prüfen Sie den Motorölstand bei betriebswarmem Motor etwa 1 Minute nach dem Abstellen des Motors. Prüfen Sie den Motorölstand bei kaltem Motor etwa 5 bis 10 Minuten nach dem Abstellen des Motors. Wenn die Nachfüllmenge zu früh abgerufen wird, kann eine zu große Fehlmenge angezeigt werden.

Motoröl nachfüllen

Wenn der Ölstand im Motor zu niedrig, geht die Statusanzeige an, und im Display wird entweder und die erforderliche Nachfüllmenge angezeigt.

Wenn der Ölstand im Motor zu hoch ist, geht die Statusanzeige an, und im Display wird angezeigt.

Wenn eine korrekte Motorölstand-Anzeige nicht möglich ist, werden im Display und eine Display-Meldung angezeigt.

Die angezeigte Nachfüllmenge erst ergänzen, wenn angezeigt wird. Dazu die gesamte empfohlene Nachfüllmenge einfüllen. Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen, vor Antritt längerer Fahrten die im Menü Kontroll-Info angezeigte Ölmenge zu ergänzen.

  

Fahrerhaus nach vorne kippen mehr.

Verschlussdeckel

Öleinfüllstutzen

  

Verschlussdeckel abschrauben und abnehmen.

  

Öl nachfüllen.

Nur freigegebene Motoröle in den vorgeschriebenen SAE-Klassen verwenden.

Zu viel eingefülltes Öl ablassen oder absaugen.

Freigegebene Motoröle mehr.

  

Verschlussdeckel aufsetzen und zudrehen, auf Festsitz und Dichtheit prüfen.

  

Fahrerhaus in Fahrstellung kippen mehr.

 

Ölstand im Automatikgetriebe

Leuchtet oder blinkt die Kontrollleuchte während der Fahrt auf, ist die Temperatur des Getriebeöls oder des Kühlmittels zu hoch. Die Ursache dafür kann ein zu hoher bzw. geringer Getriebeölstand sein. Bei anhaltend erhöhter Getriebeöltemperatur ist ein Getriebeschaden möglich.

Nur freigegebene Getriebeöle in den vorgeschriebenen SAE-Klassen verwenden. Nicht überfüllen. Zu viel eingefülltes Öl muss abgelassen oder abgesaugt werden. Es besteht die Gefahr eines Getriebeschadens.

Erhöhte Getriebeöltemperatur mehr.

Getriebeölstand am Display prüfen

Getriebeölstandsmessung starten
  

Fahrzeug auf einer ebenen, waagrechten Fläche abstellen.

  

Feststellbremse anziehen.

  

Getriebe in Neutralstellung N schalten und Motor mit Leerlaufdrehzahl laufen lassen.

  

Tasten und gleichzeitig drücken.

Im Display werden nacheinander die Zahlen 8 bis 1 angezeigt, um eine Wartezeit von etwa 2 Minuten einzuhalten.

Anschließend wird im Display ein Code für den Getriebeölstand oder ein Fehlercode angezeigt.

Getriebeölstandsanzeige

Code

Bedeutung

oL oK

Getriebeölstand in Ordnung.

oL Lo

Getriebeölstand zu niedrig.

Die nachfolgend angezeigte Zahl gibt die Getriebeölmenge an, die nachgefüllt werden muss, z. B. 01 = 1 Liter

oL HI

Getriebeölstand zu hoch.

Die nachfolgend angezeigte Zahl gibt die Getriebeölmenge an, die abgelassen oder abgesaugt werden muss, z. B. 01 = 1 Liter

Fehlercodeanzeige während der Getriebeölstandsmessung

Code

Bedeutung/Abhilfe

oL 50

Motordrehzahl zu niedrig.

  

Motor auf Leerlaufdrehzahl bringen.

oL 59

Motordrehzahl zu hoch.

  

Motor auf Leerlaufdrehzahl bringen.

oL 65

Getriebe ist nicht in Neutralstellung N geschaltet.

  

Getriebe in Neutralstellung N schalten.

oL 70

Getriebeöltemperatur zu niedrig.

  

Motor so lange laufen lassen, bis die Betriebstemperatur des Getriebeöls erreicht ist.

oL 79

Getriebeöltemperatur zu hoch.

  

Motor abstellen, bis die Betriebstemperatur des Getriebeöls erreicht ist.

oL 89

Das Fahrzeug ist in Bewegung.

  

Fahrzeug anhalten und Feststellbremse anziehen.

oL 95

Getriebeölstand-Geber defekt.

  

Getriebeölstand mit Ölmessstab prüfen.

  

Störung in einer qualifizierten Fachwerkstatt überprüfen lassen.

Getriebeölstandsmessung beenden
  

Tasten und gleichzeitig drücken oder eine beliebige Gangtaste drücken.

 

Im Display werden wieder links die Schaltstellung und rechts der geschaltete Gang angezeigt.

Getriebeölstand mit Ölmessstab prüfen

Ölmessstab
Öleinfüllstutzen
Warmbereich
Kaltbereich
  

Fahrzeug auf einer ebenen, waagrechten Fläche abstellen.

  

Feststellbremse anziehen.

  

Getriebe in Neutralstellung N schalten.

  

Motor starten und etwa 1 Minute mit Leerlaufdrehzahl laufen lassen.

  

Getriebe in Stellung D schalten und etwa 30 Sekunden warten.

  

Getriebe in Stellung R schalten und etwa 30 Sekunden warten.

  

Getriebe in Stellung N schalten und etwa 30 Sekunden warten.

  

Motor abstellen.

  

Fahrerhaus nach vorne kippen mehr.

  

Motor bei gekipptem Fahrerhaus starten und mit Leerlaufdrehzahl laufen lassen mehr.

  

Ölmessstab aus dem Öleinfüllstutzen entnehmen.

Bei betriebswarmem Getriebe: Der Ölstand muss innerhalb der Warmbereich-Markierung auf dem Ölmessstab liegen.

Bei kaltem Getriebe: Der Ölstand muss innerhalb der Kaltbereich-Markierung auf dem Ölmessstab liegen.

Ölstand bei betriebswarmem Getriebe nochmals prüfen.

Getriebeöl nicht über die obere Warmbereich-Markierung nachfüllen.

  

Ölmessstab auf festen Sitz und Dichtheit prüfen.

  

Motor abstellen mehr und Fahrerhaus in Fahrstellung zurückkippen mehr.

 

Ölstand in der Zusatzlenkung

Ist der Ölstand im Vorratsbehälter der Zusatzlenkung zu niedrig, geht die Kontrollleuchte an.

Wenn der Ölstand im Vorratsbehälter der Zusatzlenkung zu niedrig ist, kann die Hydraulikanlage der Zusatzlenkung undicht sein.

Zusatzlenkung in einer qualifizierten Fachwerkstatt, die die notwendigen Fachkenntnisse und Werkzeuge zur Durchführung der erforderlichen Arbeiten hat, prüfen und instand setzen lassen.

Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen hierfür einen Mercedes-Benz Service-Stützpunkt.

Die Ausführung sicherheitsrelevanter Arbeiten und Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen durch eine qualifizierte Fachwerkstatt sind unerlässlich.

Öleinfüllöffnung/Ölmessstab
Max.-Markierung

Öl nachfüllen:

  

Ölmessstab herausschrauben und Ölstand prüfen.

 

Der Ölstand muss an der Max.-Markierung stehen.

Ist der Ölstand zu niedrig:

  

Öl nachfüllen.

Nur freigegebene Öle verwenden.

Öl nicht über die Max.-Markierung nachfüllen.

Freigegebene Öle mehr.

  

Ölmessstab einschrauben und festziehen.

  

Zusatzlenkung umgehend auf Dichtheit überprüfen lassen.

 

Zündanlage

Fahrzeuge mit Erdgasmotor:

Verletzungsgefahr

Die Hochspannungs-Zündanlage arbeitet mit hoher Spannung. Berühren Sie deshalb keinesfalls Bauteile der Hochspannungs-Zündanlage (Zündmodule, Zündkabel, Zündkerzenstecker usw.), wenn:

  • der Fahrzeugschlüssel im Zündschloss in Radio- oder Fahrstellung ist

  • der Motor gestartet wird

  • der Motor läuft.

Sie können sonst einen Stromschlag bekommen und schwer oder sogar tödlich verletzt werden.

Zündkerzen

  • Typ: Beru 14FR‑4 DIU

  • Elektrodenabstand: 0,35 mm

  • Anziehdrehmoment: 25 Nm

  • Wechselintervalle: siehe Wartungsheft

Bei Iridium-Zündkerzen 14FR‑4 DIU ist der Elektrodenabstand vor Einbau zu prüfen und gegebenenfalls einzustellen.

Wenn der korrekte Elektrodenabstand nicht eingehalten wird, kann es zu unrundem Motorleerlauf kommen.

Lassen Sie Zündkerzen nur in einer qualifizierten Fachwerkstatt wechseln, die die notwendigen Fachkenntnisse und Werkzeuge zur Durchführung der erforderlichen Arbeiten hat.

Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen hierfür einen Mercedes-Benz Service-Stützpunkt.

 

Fahrzeugaggregate

Aggregate regelmäßig auf Dichtheit überprüfen. Bei einem Flüssigkeitsverlust (z. B. Ölflecken auf der Abstellfläche des Fahrzeugs) die Ursache von einer qualifizierten Fachwerkstatt, die die notwendigen Fachkenntnisse und Werkzeuge zur Durchführung der erforderlichen Arbeiten hat, feststellen und umgehend beseitigen lassen.

Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen hierfür einen Mercedes-Benz Service-Stützpunkt. Die Ausführung sicherheitsrelevanter Arbeiten und Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen durch eine qualifizierte Fachwerkstatt sind unerlässlich.

Umwelthinweis

Bei unsachgemäßem Umgang sind Betriebsstoffe schädlich für die Umwelt.

Betriebsstoffe nicht in die Kanalisation, in Oberflächengewässer, Grundwasser oder den Boden gelangen lassen.

 

Korrosionsschutz prüfen

Das Fahrerhaus ist serienmäßig mit einer Hohlraumkonservierung und einem Unterbodenschutz versehen.

Auftausalze sind aggressiv. Fahrzeug im Winter häufiger waschen, um Streusalzrückstände zu entfernen.

  

Das Fahrzeug laufend auf Korrosionsschäden untersuchen. Besonders auf mögliche Schäden an Druckluftleitungen und Hydraulikleitungen achten.

  

Fahrzeugunterseite vorbeugend mit Konservierungsmittel auf Wachsbasis einsprühen.

  

Beschädigungen des werkseitigen Korrosionsschutzes ausbessern.

 

Batterien

Explosions- und Verletzungsgefahr

Explosionsgefahr. Beim Laden von Batterien entsteht explosives Knallgas. Laden Sie Batterien nur in gut belüfteten Räumen.

Explosionsgefahr. Vermeiden Sie Funkenbildung! Hantieren Sie in der Nähe der Batterie nicht mit Feuer, offenem Licht und rauchen Sie nicht.

Batteriesäure ist ätzend. Tragen Sie säurefeste Schutzhandschuhe! Säurespritzer auf Haut oder Kleidung sofort mit Seifenlauge oder Säureumwandler neutralisieren und mit Wasser reinigen.

Tragen Sie einen Augenschutz. Beim Mischen von Wasser und Säure kann die Flüssigkeit in die Augen spritzen. Säurespritzer im Auge sofort mit klarem Wasser ausspülen und unverzüglich einen Arzt aufsuchen!

Halten Sie Kinder fern. Kinder können Gefahren im Umgang mit Batterien und Säure nicht abschätzen.

Beachten Sie beim Umgang mit der Batterie die in dieser Betriebsanleitung enthaltenen Sicherheitshinweise, Schutzmaßnahmen und Vorgehensweisen.

Umwelthinweis

Batterien enthalten Schadstoffe. Altbatterien nicht mit dem Hausmüll entsorgen.

Batterien umweltgerecht entsorgen. Batterien in einer Fachwerkstatt, einem Mercedes-Benz Service-Stützpunkt oder bei einer Rücknahmestelle für Altbatterien abgeben.

Gefüllte Batterien aufrecht transportieren und lagern. Beim Transport Batterien gegen Umkippen sichern. Aus den Entlüftungsöffnungen der Verschlussstopfen kann Batteriesäure austreten und in die Umwelt gelangen.

Batterie-Tragrahmen seitlich am Fahrgestell - Batterien nebeneinander angeordnet

Batterie-Tragrahmen seitlich am Fahrgestell - Batterien übereinander angeordnet

Batterien ab- und anklemmen

Verletzungsgefahr

Es besteht Kurzschlussgefahr, wenn die Plusklemme der angeschlossenen Batterie mit Fahrzeugteilen in Berührung kommt. Dadurch kann sich das leicht explosive Gasgemisch entzünden. Sie und andere könnten dabei schwer verletzt werden.

  • Legen Sie keine Metallgegenstände oder Werkzeuge auf die Batterien.

  • Beim Abklemmen der Batterien immer zuerst die Minus-, dann die Plusklemmen abklemmen.

  • Beim Anklemmen der Batterien immer zuerst die Plus-, dann die Minusklemmen anklemmen.

  • Bei laufendem Motor die Anschlussklemmen der Batterien nicht lösen oder abklemmen.

Batterien abklemmen

Fahrzeuge mit BlueTec®-Abgasnachbehandlung:

Klemmen Sie nach Abstellen des Motors die Batterie frühestens nach etwa 5 Minuten ab. Diese Zeit ist notwendig, um die Funktion des Abgasnachbehandlungssystems nach Wiederinbetriebnahme zu gewährleisten.

  

Fahrzeugschlüssel aus dem Zündschloss abziehen.

  

Alle elektrischen Verbraucher ausschalten.

  

Batterieabdeckung öffnen und abnehmen.

  

Minusklemmen abklemmen.

  

Plusklemmen abklemmen.

Batterien anklemmen
  

Fahrzeugschlüssel aus dem Zündschloss abziehen.

  

Alle elektrischen Verbraucher ausschalten.

  

Plusklemmen anklemmen.

Anschlussklemmen nicht vertauschen!

  

Minusklemmen anklemmen.

  

Batterieabdeckung montieren.

Nach einer Stromunterbrechung (z. B. nach erneutem Anklemmen der Batterien) folgende Arbeiten ausführen:

  

Uhr stellen mehr.

  

Diebstahlschutz des Audio-Gerätes (Radio) deaktivieren (siehe Betriebsanleitung des Herstellers).

Batterieflüssigkeitsstand prüfen

Den Batterieflüssigkeitsstand halbjährlich oder spätestens nach 50000 km prüfen.

Die Flüssigkeit muss in jeder Batteriezelle etwa 15 mm über der Plattenoberkante stehen. Min./Max.-Markierungen seitlich am Batteriegehäuse beachten.

Leitungswasser setzt die Leistung der Batterien herab. Füllen Sie nur destilliertes oder entionisiertes Wasser nach. Zum Nachfüllen keine Metalltrichter verwenden. Es besteht Kurzschlussgefahr.

Explosionsgefahr

Es besteht die Gefahr, dass sich Knallgas bildet und die Batterien durch Entzündung des Knallgases explodieren. Vermeiden Sie Funkenbildung! Hantieren Sie in der Nähe der Batterien nicht mit offener Flamme und offenem Licht. Rauchen Sie nicht.

Max.-Markierung
Min.-Markierung

Batterieflüssigkeitsstand (Beispiel)

  

Sicherheitshinweise beachten mehr.

  

Batterieabdeckung abnehmen.

  

Bei Fahrzeuge mit übereinander angeordneten Batterien müssen die Batterien ausgebaut werden.

  

Verschlussstopfen herausdrehen.

  

Batterieflüssigkeitsstand prüfen.

  

Verschlussstopfen eindrehen.

  

Batterieabdeckung montieren.

Batterien aus-/einbauen (Fahrzeuge mit übereinander angeordneten Batterien)

Verletzungsgefahr

Batterien haben ein hohes Eigengewicht. Wenn Sie eine Batterie aus- oder einbauen, könnte die Batterie herunterfallen und dabei Sie oder andere Personen verletzen.

Seien Sie deshalb beim Ausbauen der Batterie vorsichtig und bauen Sie die Batterie mit Hilfe einer zweiten Person aus.

  

Sicherheitshinweise beachten mehr.

Batterien ausbauen

Schrauben Sie beim Ausbauen der Batterien nur die äußeren Befestigungsschrauben des Sicherungsrahmen, am Batterieträger heraus. Die inneren Schrauben verbinden die Teile des Sicherungsrahmens und dürfen nicht gelöst werden.

Befestigungsschrauben
Sicherungsrahmen
  

An beiden Batterien die Minus- und Plusklemmen abklemmen mehr.

  

Befestigungsschrauben herausschrauben.

  

Sicherungsrahmen herausnehmen.

  

Obere Batterie herausnehmen.

Befestigungsschrauben
Sicherungsrahmen
  

Befestigungsschrauben herausschrauben.

  

Sicherungsrahmen herausnehmen.

  

Untere Batterie herausnehmen.

Batterien einbauen

Das Anziehdrehmoment der Befestigungschrauben ist 20 Nm. Keinen Schlagschrauber verwenden.

  

Untere Batterie einsetzen.

  

Sicherungsrahmen aufsetzen und mit Befestigungsschrauben festschrauben.

  

Obere Batterie einsetzen.

  

Sicherungsrahmen aufsetzen und mit Befestigungsschrauben festschrauben.

  

An beiden Batterien die Plus- und Minusklemmen anklemmen mehr.

Batteriepflege

Bitte beachten Sie folgende Punkte:

  • Unsaubere Anschlussklemmen und Batterieoberflächen verursachen Kriechströme, wodurch sich die Batterien entladen. Halten Sie die Anschlussklemmen und Batterieoberflächen stets sauber und trocken. Anschlussklemmen, besonders Klemmenunterseiten leicht mit Säureschutzfett einfetten.

  • Batterien nur mit eingeschraubten Verschlussstopfen reinigen, ansonsten kann Schmutz in die Batteriezellen gelangen.

  • Kraftstoffhaltige Reinigungsmittel greifen das Gehäuse der Batterie an. Nur mit handelsüblichen Reinigungsmitteln das Gehäuse der Batterie reinigen.

  • Entlüftungsbohrungen der Verschlussstopfen müssen offen sein, ansonsten können Gase nicht entweichen. Verstopfte Entlüftungsbohrungen mit einem geeigneten Werkzeug, z. B. einem Draht, reinigen. Verschlussstopfen vorher herausschrauben, sonst besteht Kurzschlussgefahr.

  • Nicht in Gebrauch stehende Batterien mit einer Ruhespannung von weniger als 12,4 V nachladen.

Batterien laden

Explosions- und Verletzungsgefahr

Beim Laden von Batterien entsteht explosives Knallgas. Laden Sie Batterien nur in gut belüfteten Räumen. Vermeiden Sie Funkenbildung! Hantieren Sie in der Nähe von Batterien nicht mit Feuer, offenem Licht und rauchen Sie nicht. Nehmen Sie die Anschlussklemme des Batterie-Ladegerätes erst ab, wenn das Batterie-Ladegerät ausgeschaltet ist und den Batterien keine Gase mehr entweichen. Achten Sie auf gute Belüftung, wenn Sie die Batterie laden.

Beugen Sie sich während des Ladevorgangs nicht über die Batterie und atmen Sie keine Gase ein, sonst könnten Sie sich verletzten.

Auf richtige Ladespannung achten. Wenn Sie die Batterien laden, verwenden Sie ein handelsübliches Batterie-Ladegerät.

Neue Batterien nicht schnellladen.

  

Verschlussstopfen der Batterien herausschrauben.

  

Anschlussklemmen der Batterien abklemmen. mehr

Verbindungskabel zwischen den Batterien nicht abklemmen.

  

Auf richtige Ladespannung achten (12 V bzw. 24 V).

Der Ladestrom soll 10 % (bei Schnellladung maximal 75 %) der Batteriekapazität nicht überschreiten.

  

Betriebsanleitung des Batterie-Ladegerätes beachten.

  

Batterie-Ladegerät gemäß der Betriebsanleitung des Herstellers an die Batterien anklemmen.

Um eine hohe Lebensdauer zu erreichen, sollten die Batterien immer ausreichend geladen sein.

Bei überwiegendem Kurzstreckenbetrieb oder längeren Abstellzeiten des Fahrzeugs ist der Ladezustand der Batterie öfter zu prüfen.

Eine Erhaltungsladung der Batterien während längerer Abstellzeiten des Fahrzeugs gewährt ständige Startbereitschaft.