Econic Betriebsanleitung online

Fahren

Vorbereitung zur Fahrt

Sichtprüfung am Fahrzeug außen

Überprüfen Sie insbesondere folgende Fahrzeugelemente am Zugfahrzeug und am Anhänger/Auflieger:

  • Kennzeichen, Fahrzeugbeleuchtung, Blink- und Bremsleuchten auf Sauberkeit

  • Reifen und Räder auf Festsitz, Reifenluftdruck und allgemeinen Zustand

  • Bordwände und Außenklappen auf feste Verriegelung und unversehrten Zustand

  • Seitenleuchten und Leuchtstreifen auf Verschmutzung und Unversehrtheit

  • Laderaum auf korrekte Beladung

  • Sattelkupplung/Anhängekupplung auf ordnungsgemäße Verriegelung und Sicherung

    Beachten Sie für weitere Details die Betriebsanleitung des Herstellers

  • Kabel und Druckluftleitungen auf korrekten Anschluss.

Prüfen im Fahrzeug

Notgeräte/Verbandkasten

Sie finden eine Übersicht über Notgeräte und Verbandkasten im Kapitel Selbsthilfe mehr.

  

Notgeräte (z. B. Warnweste, Warndreieck, Warnleuchte, Feuerlöscher usw.) auf Zugänglichkeit, Vollständigkeit und Funktionsfähigkeit prüfen.

  

Verbandkasten regelmäßig auf Vollständigkeit und Gebrauchsfähigkeit prüfen. Auf das Verfalldatum des Inhalts achten.

Den Feuerlöscher nach jedem Gebrauch neu befüllen lassen. Eine Überprüfung des Feuerlöschers ist alle 1 bis 2 Jahre erforderlich.

Fahrzeugbeleuchtung, Blink- und Bremsleuchten prüfen
  

Fahrzeugschlüssel im Zündschloss in Fahrstellung drehen.

 

Eine Störung der Fahrzeugbeleuchtung sowie der Blink- und Bremsleuchten am Zugfahrzeug und am Anhänger/Auflieger wird im Display angezeigt mehr.

  

Fahrzeugbeleuchtung sowie die Blink- und Bremsleuchten am Zugfahrzeug und am Anhänger/Auflieger mit einer zweiten Person prüfen.

  

Defekte Glühlampen erneuern mehr.

Kraftstoff-/AdBlue-Vorrat
AdBlue-Vorratsanzeige
Kraftstoff-Vorratsanzeige
  

Kraftstoff-/AdBlue-Vorrat an der Kraftstoff-/AdBlue-Vorratsanzeige prüfen, eventuell auffüllen mehr.

  

Vor dem Auffüllen des Kraftstoffbehälters Motor und Zusatzheizung abstellen.

Kraftstoffqualität beachten mehr.

Erdgas-Vorrat
Gas-Vorratsanzeige

1

etwa 200 bar

0

etwa 15 bar

  

Erdgas-Vorrat an der Gas-Vorratsanzeige prüfen.

  

Vor dem Befüllen der Gas-Vorratsbehälter Motor und Zusatzheizung abstellen.

  

Beachten Sie die Erdgasqualität mehr.

Der aktuelle Erdgas-Vorrat in bar kann im Display des Bordcomputers mehr angezeigt werden.

 

Vor dem Losfahren

Motor starten

Fahrzeugschlüssel einstecken/abziehen
Lenkung entriegelt/Radiostellung
Fahrstellung
Startstellung
  

Fahrzeugschlüssel im Zündschloss in Fahrstellung drehen.

 

Die Anzeigenkontrolle im Display des Bordcomputers mehr wird gestartet.

Die Wegfahrsperre wird nach etwa 2 Sekunden deaktiviert und der Startvorgang freigegeben.

Falls ein Gang eingeschaltet ist:

  

Getriebe in Neutralstellung schalten mehr.

  

Nebenantrieb ausschalten.

 

Im Display darf nicht angezeigt werden.

  

Fahrzeuge mit Warmwasser-Zusatzheizung: Motor bei Außentemperaturen unter -20 vor dem Starten vorwärmen mehr.

  

Fahrzeuge mit Kaltstarthilfe: Warten, bis die Kontrollleuchte in der Instrumententafel ausgeht mehr.

  

Fahrzeugschlüssel im Zündschloss in Startstellung drehen. Dabei nicht Gas- und Kupplungspedal niedertreten.

Wenn die Wartezeit von 2 Sekunden nicht eingehalten wird oder ein ungültiger Fahrzeugschlüssel verwendet wurde, wird im Display CODE angezeigt. Verwenden Sie gegebenenfalls einen gültigen Reserveschlüssel.

  

Wenn der Motor angesprungen ist, Fahrzeugschlüssel loslassen.

 

Die Leerlaufdrehzahl (etwa 600 1/min) wird automatisch geregelt. Wenn erforderlich, können Sie die Leerlaufdrehzahl bei stehendem Fahrzeug erhöhen mehr.

Fahrzeuge mit Erdgasmotor: Nach längerer Standzeit oder nach dem Befüllen der Gas-Tankanlage kann der Gasdruck nach dem Starten des Motors stark ansteigen. In diesem Fall den Motor im Leerlauf laufen lassen, bis sich der Gasdruck stabilisiert. Andernfalls kann sich der Motor abstellen.

Wenn nach dem Starten des Motors der Gasdruck auch nach kürzeren Standzeiten regelmäßig stark ansteigt, muss die Dichtheit der Gas-Tankanlage in einer autorisierten Fachwerkstatt überprüft werden.

Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen hierfür einen Mercedes-Benz Service-Stützpunkt. Die Ausführung sicherheitsrelevanter Arbeiten und Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen durch eine qualifizierte Fachwerkstatt sind unerlässlich.

Gas-Vorratsanzeige mehr.

Wenn der Motor nicht anspringt, sollten Sie den Startvorgang nach maximal 20 Sekunden unterbrechen und nach etwa 1 Minute wiederholen.

  

Vor dem erneuten Startvorgang Fahrzeugschlüssel im Zündschloss bis zum Anschlag zurückdrehen.

  

Nach 3 Startvorgängen eine Pause von etwa 3 Minuten einhalten.

Ertönt der Warnsummer und leuchtet die STOP-Leuchte auf, ist der Motoröldruck zu niedrig. Motor sofort abstellen, und Ursache feststellen (Gefahr von Motorschaden).

Sicherheits-Überprüfung

Führen Sie vor dem Losfahren folgende Überprüfungen durch:

Vorratsdruck in der Druckluft-Bremsanlage

In beiden Bremskreisen muss ein Vorratsdruck von mindestens 10 bar vorhanden sein.

Unfallgefahr

Eine undichte Druckluft-Bremsanlage gefährdet die Betriebs- und Verkehrssicherheit des Fahrzeugs. Bei zu geringem Vorratsdruck in der Druckluft-Bremsanlage ist es nicht möglich, das Fahrzeug abzubremsen und zu schalten. Sie können einen Unfall verursachen und somit sich und andere Personen gefährden.

Setzen Sie das Fahrzeug erst in Bewegung, wenn die erforderlichen Vorratsdrücke erreicht sind und die STOP-Leuchte ausgeht.

Setzen Sie das Fahrzeug nicht in Bewegung, oder halten Sie es unter Berücksichtigung der Verkehrssituation so schnell wie möglich an, wenn im Display angezeigt wird. Zusätzlich leuchtet die Statusanzeige rot und die STOP-Leuchte geht nicht aus.

Lassen Sie die Bremsanlage in einer qualifizierten Fachwerkstatt, die die notwendigen Fachkenntnisse und Werkzeuge zur Durchführung der erforderlichen Arbeiten hat, prüfen und instand setzen.

Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen hierfür einen Mercedes-Benz Service-Stützpunkt. Die Ausführung sicherheitsrelevanter Arbeiten und Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen durch eine qualifizierte Fachwerkstatt sind unerlässlich.

Siehe auch Dichtheit der Druckluft-Bremsanlage prüfen mehr.

Beachten Sie die Display-Meldungen zum Vorratsdruck bzw. zur Bremsanlage mehr.

Normallage (Fahrstellung)

Fahrzeuge mit Telligent®-Niveauregelung:

Vor dem Losfahren müssen Sie das Fahrgestell in Normallage (Fahrstellung) bringen mehr.

Unfallgefahr

Das Fahr-und Bremsverhalten des Fahrzeugs kann sich außerhalb der Normallage (Fahrstellung) verändern. Fahren Sie das Fahrzeug möglichst nur in Normallage (Fahrstellung).

Vorratsdruck im Nebenverbraucherkreis

Bevor Sie losfahren, muss ein Vorratsdruck für die Nebenverbraucher von mindestens 8,5 bar vorhanden sein.

Unfallgefahr

Bei Druckverlust im Nebenverbraucherkreis können Sie eventuell nicht mehr richtig kuppeln oder schalten. Dadurch können Sie Gefahrenbereiche nicht zügig verlassen.

Setzen Sie das Fahrzeug nicht in Bewegung oder halten Sie es unter Berücksichtigung der Verkehrssituation so schnell wie möglich an, wenn im Display angezeigt wird und die Statusanzeige gelb aufleuchtet.

Lassen Sie die Druckluftanlage in einer qualifizierten Fachwerkstatt, die die notwendigen Fachkenntnisse und Werkzeuge zur Durchführung der erforderlichen Arbeiten hat, prüfen und instand setzen.

Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen hierfür einen Mercedes-Benz Service-Stützpunkt. Die Ausführung sicherheitsrelevanter Arbeiten und Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen durch eine qualifizierte Fachwerkstatt sind unerlässlich.

Der Vorratsdruck im Nebenverbraucherkreis wird erst nach der Befüllung der Bremskreise 1 und 2 aufgefüllt.

Lenkungsspiel
Unfallgefahr

Ist das Lenkungsspiel zu groß, kann das Fahrzeug nicht mehr sicher die Spur halten. Sie müssen vermehrt die Fahrtrichtung korrigieren. Die Betriebs- und Verkehrssicherheit des Fahrzeugs ist gefährdet.

Lassen Sie die Lenkung umgehend in einer qualifizierten Fachwerkstatt, die die notwendigen Fachkenntnisse und Werkzeuge zur Durchführung der erforderlichen Arbeiten hat, prüfen und instand setzen.

Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen hierfür einen Mercedes-Benz Service-Stützpunkt. Die Ausführung sicherheitsrelevanter Arbeiten und Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen durch eine qualifizierte Fachwerkstatt sind unerlässlich.

Bei laufendem Motor:

  

Vorderräder in Geradeausstellung bringen.

  

Lenkrad abwechselnd nach links und rechts drehen.

 

Bei einer Lenkraddrehung von maximal 30 mm (gemessen am Lenkradumfang) müssen sich die Vorderräder bewegen. Wenn dies nicht der Fall ist, lassen Sie Lenkung und Lenkgestänge umgehend überprüfen.

Fahrerhausverriegelung

Die Kontrollleuchte in der Instrumententafel leuchtet, wenn das Fahrerhaus nicht verriegelt ist.

Verletzungsgefahr

Ein unverriegeltes Fahrerhaus gefährdet die Betriebs- und Verkehrssicherheit des Fahrzeugs.

Das unverriegelte Fahrerhaus kann im Fahrbetrieb bei Fahrzeugverzögerung nach vorn kippen. Sie können dadurch einen Unfall verursachen und somit sich und andere Personen verletzen.

Setzen Sie das Fahrzeug nur in Bewegung, wenn das Fahrerhaus vollständig in die Fahrstellung zurückgekippt und verriegelt ist. Die Kontrollleuchte (Fahrerhausverriegelung) darf nicht aufleuchten.

 

Anfahren

Unfallgefahr

Die Bewegungsfreiheit der Pedale darf nicht eingeschränkt sein. Die Betriebs- und Verkehrssicherheit des Fahrzeugs ist sonst gefährdet.

Bei plötzlichen Fahr- oder Bremsmanövern könnten Gegenstände zwischen die Pedale geraten und die Pedale blockieren und Sie könnten nicht mehr bremsen, kuppeln oder Gas geben. Sie können einen Unfall verursachen und somit sich und andere Personen gefährden.

  • Achten Sie bei Verwendung von Fußmatten und Teppichen auf deren sichere und rutschfeste Befestigung und auf ausreichenden Freiraum der Pedale.

  • Legen Sie im Fahrer-Fußraum keine Gegenstände ab.

  • Verstauen und befestigen Sie alle losen Gegenstände so, dass sie während der Fahrt nicht in den Fahrer-Fußraum gelangen können.

Umwelthinweis

Motor nicht im Stand warmlaufen lassen.

Bei stehendem Fahrzeug, laufendem Motor und Getriebe-Neutralstellung nimmt der Motor nur verzögert Gas an.

Fahren Sie nicht gleich mit den ersten Motorumdrehungen los. Lassen Sie den Motor nach dem Start kurze Zeit im Leerlauf laufen, bis ein ausreichender Motoröldruck aufgebaut ist. Bringen Sie den kalten Motor nicht auf hohe Drehzahlen.

So vermeiden Sie einen erhöhten Verschleiß und einen möglichen Motorschaden.

  

Feststellbremse lösen.

  

Anfahrhilfe, wenn erforderlich, einschalten mehr.

  

Gang einlegen und anfahren, siehe Getriebeschaltung mehr.

Schalten Sie den Rückwärtsgang nur bei Leerlaufdrehzahl und stehendem Fahrzeug ein.

  

Bei Fahrtantritt eine Bremsprobe durchführen. Dabei Verkehrssituation beachten.

Unfallgefahr

Bei Temperaturen dicht über dem Gefrierpunkt kann die Straße, besonders in Waldschneisen oder auf Brücken, vereist sein. Bei nicht angepasster Fahrweise könnte dadurch das Fahrzeug ins Schleudern geraten. Passen Sie daher Ihre Fahrweise und Geschwindigkeit immer an die Witterungsverhältnisse an.

Unfallgefahr

Bei Defekten an der Bremsanlage können Sie einen Unfall verursachen und somit sich und andere Personen gefährden.

Prüfen Sie die Bremsanlage vor dem Befahren öffentlicher Straßen durch eine Bremsprobe auf Betriebssicherheit. Stellen Sie bei beeinträchtigter Bremsleistung das Fahrzeug ab und lassen Sie die Bremsanlage durch eine qualifizierte Fachwerkstatt, die die notwendigen Fachkenntnisse und Werkzeuge für die erforderlichen Arbeiten hat, prüfen und instand setzen.

Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen hierfür einen Mercedes-Benz Service-Stützpunkt. Die Ausführung sicherheitsrelevanter Arbeiten und Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen durch eine qualifizierte Fachwerkstatt sind unerlässlich.

Schalten Sie Gänge nicht nach Gehör. Die Drehzahl sollte möglichst immer im grünen Bereich des Drehzahlmessers liegen.

Fahren Sie den Motor bei mittlerer Drehzahl (im grünen Bereich des Drehzahlmessers) zügig warm. Abhängig von der Außentemperatur erreicht der Motor nach etwa 10 bis 20 Minuten seine Betriebstemperatur von etwa 70 bis 95 .

Erst nachdem der Motor seine Betriebstemperatur erreicht hat, können Sie dem Motor bei Bedarf die volle Leistung abverlangen.

 

Anhalten und Abstellen

Unfallgefahr

Stellen Sie beim Abstellen/Parken des Fahrzeugs sicher, dass die Abgasanlage nicht mit brennbaren Flächen, z. B. trockenem Laub, Gras oder anderen leicht entflammbaren Materialien in Berührung kommt.

  

Fahrzeug anhalten.

  

Feststellbremse anziehen.

  

In Getriebe-Neutralstellung N schalten.

Lassen Sie den Motor vor dem Abstellen etwa 2 Minuten mit Leerlaufdrehzahl laufen, wenn die Kühlmitteltemperatur stark erhöht ist (über 90 °C) oder die Abgas-Turbolader stark erhitzt sind, weil dem Motor die volle Leistung abverlangt wurde (z. B. bei einer Bergfahrt).

  

Motor abstellen: Fahrzeugschlüssel im Zündschloss bis zum Anschlag zurückdrehen.