Fahrhinweise

Einfahren

Für die Lebensdauer, Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit des Fahrzeugs ist es von entscheidender Bedeutung, dass der Motor während seiner Einlaufzeit leistungsmäßig nicht voll beansprucht wird.

  • Schonend einfahren. Fahren Sie mit wechselnder Geschwindigkeit und Drehzahl.

  • Vermeiden Sie hohe Belastungen (Vollgas fahren) und hohe Drehzahlen. Fahren Sie maximal 3/4 der Höchstgeschwindigkeit eines jeden Gangs.

  • Schalten Sie rechtzeitig.

  • Schalten Sie zum Bremsen nicht von Hand zurück.

  • Treten Sie bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe das Gaspedal möglichst nicht über den Druckpunkt (Kickdown), und legen Sie die Schaltbereiche 4, 3, 2, oder 1 nur bei langsamer Fahrt ein.

  • Bringen Sie das Fahrzeug allmählich auf die volle Geschwindigkeit und steigern Sie die Motordrehzahl.

Beachten Sie diese Hinweise auch dann, wenn an Ihrem Fahrzeug der Motor, das Getriebe oder das Hinterachsgetriebe erneuert wurde.

Auslandsreisen

Auch im Ausland steht ein weit verbreiteter Mercedes Benz Service zur Verfügung. Die betreffenden Werkstatt-Verzeichnisse erhalten Sie in jedem Mercedes Benz Service-Stützpunkt.

In einigen Ländern sind nur Kraftstoffe mit geringer Oktanzahl oder mit erhöhtem Kraftstoff-Schwefelgehalt erhältlich.

Informationen zum Kraftstoff finden Sie im Abschnitt „Betriebsstoffe“ auf mehr.

Wenn Sie in Länder fahren, in denen auf der anderen Straßenseite als im Zulassungsland gefahren wird, müssen Sie die Scheinwerfer auf symmetrisches Abblendlicht umstellen lassen.

Unfallgefahr

Falsches Abkleben oder Umstellen der Scheinwerfer kann Ihre Sicht beim Fahren mit Licht beeinträchtigen. Sie können außerdem andere Verkehrsteilnehmer behindern. Der Gegenverkehr kann geblendet werden.

Lassen Sie das Abkleben/Umstellen der Scheinwerfer immer in einer qualifizierten Fachwerkstatt durchführen, die die notwendigen Fachkenntnisse und Werkzeuge für die Durchführung der erforderlichen Arbeiten hat.

Mercedes-Benz empfiehlt Ihnen hierfür einen Mercedes-Benz Service-Stützpunkt. Die Ausführung sicherheitsrelevanter Arbeiten und Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen durch eine qualifizierte Fachwerkstatt sind unerlässlich.

Fahren im Gelände

Sorgen Sie beim Fahren, besonders im Gelände, immer für Bodenhaftung der Antriebsräder.

Vermeiden Sie das Durchdrehen der Antriebsräder (Differenzialschäden).

Beachten Sie immer die Bodenfreiheit des Fahrzeugs und weichen Sie, wenn möglich, Hindernissen aus. Hindernisse, wie z. B. zu tiefe Spurrillen, können beispielsweise

  • Achsen

  • Gelenkwellen und Getriebe

  • Tanks und Vorratsbehälter

beschädigen.

Fahren Sie deshalb im Gelände immer langsam. Wenn Sie Hindernisse überfahren müssen, sollte der Beifahrer Sie einweisen.

Unfallgefahr

Wenn Sie im Gelände zu schnell fahren, können Sie Hindernisse nicht rechtzeitig erkennen oder die Bodenbeschaffenheit nicht beurteilen. Fahren Sie im Gelände immer langsam, um Schäden am Fahrzeug zu vermeiden.

Das Fahrzeug kann seitlich abrutschen, umkippen und sich überschlagen. Befahren Sie einen Hang nie schräg sondern immer in Falllinie. Wenden Sie Ihr Fahrzeug nicht. Kann es eine Steigung nicht bewältigen, fahren Sie im Rückwärtsgang zurück.

Sie können die Kontrolle über Ihr Fahrzeug verlieren, wenn Sie am Berg in Leerlauf bzw. Getriebe-Neutralstellung schalten oder auskuppeln und versuchen, das Fahrzeug nur mit der Betriebsbremse abzubremsen. Lassen Sie das Fahrzeug niemals rollen.

Wenn Sie Ihr Fahrzeug überladen, erhöhen Sie die Gefahr, dass Ihr Fahrzeug umkippt. Überschreiten Sie niemals die zulässigen Achslasten. Halten Sie den Schwerpunkt des Fahrzeugs möglichst niedrig, wenn Sie Ihr Fahrzeug beladen.

Wenn Sie das Fahrzeug oft oder vorwiegend in schlammigen oder morastigen Gelände einsetzen, können die Bremswirkung verringernde Stoffe, wie Sand oder mit Wasser vermengtes Öl, in die Bremse gelangen. Dies kann zu übermäßigem Verschleiß und verminderter Bremswirkung führen. Es besteht die Gefahr, dass im Notfall nicht die volle Bremswirkung zur Verfügung steht.

Führen Sie nach jeder Geländefahrt eine kurze Bremsprobe durch. Sollten Sie hierbei eine verminderte Bremswirkung oder Schleifgeräusche feststellen, lassen Sie die Bremsanlage in einer qualifizierten Fachwerkstatt, z. B. in einem Mercedes Benz Service-Stützpunkt, überprüfen.

Verletzungsgefahr

Bei Geländefahrten wirken auf Ihren Körper, durch die ungleichförmige Bodenbeschaffenheit, Beschleunigungskräfte aus allen Richtungen. Es besteht die Gefahr, dass Sie vom Sitz geschleudert werden und sich verletzen. Legen Sie auch bei Geländefahrten immer den Sicherheitsgurt an.

Regeln für Fahrten im Gelände

Verletzungsgefahr

Wenn Sie über Hindernisse oder in Spurrillen fahren, kann das Lenkrad zurückschlagen und zu Verletzungen an den Daumen beider Hände führen. Halten Sie das Lenkradkreuz immer mit beiden Händen fest umschossen. Wenn Sie Hindernisse überfahren, rechnen Sie kurzzeitig mit erhöhten Lenkkräften.

  • Vor Beginn der Geländefahrt anhalten und einen kleinen Gang schalten

  • Im Gelände immer mit laufendem Motor und geschaltetem Gang fahren

  • Langsam und gleichmäßig fahren. In vielen Fällen ist Schritttempo erforderlich

  • Stets darauf achten, dass die Räder Bodenkontakt haben

  • Unbekanntes Gelände, das nicht einsehbar ist, mit äußerster Vorsicht befahren. Sicherheitshalber aussteigen, um die Geländepassage vorher anschauen

  • Vor Wasserdurchfahrten die Wassertiefe prüfen

  • Auf Hindernisse achten, z. B. Felsbrocken, Löcher, Baumstümpfe und Spurrillen

  • Kanten, an welchen der Untergrund wegbrechen kann meiden.

Vor der Geländefahrt

  

Antriebs-Schlupf-Regelung (ASR) ausschalten mehr.

  

Gepäckstücke und Ladegut sicher verstauen oder befestigen mehr.

Folgende Ausrüstungen sollten zusätzlich im Fahrzeug mitgeführt werden:

  • eine Schaufel

  • Bergeseil mit Schäkel.

Nach der Geländefahrt

Unfallgefahr

Durch Geländefahrten hervorgerufene Schäden am Fahrzeug können zu Folgeschäden, dem Ausfall von Aggregaten oder Unfällen führen. Reinigen und überprüfen Sie das Fahrzeug nach jedem Einsatz im Gelände. Beheben Sie Schäden vor dem nächsten Einsatz.

  

Antriebs-Schlupf-Regelung (ASR) einschalten mehr.

  

Fahrzeug reinigen mehr.

  

Fahrzeug auf Beschädigungen prüfen.

Bahntransport

Der Transport Ihres Fahrzeugs mit der Bahn kann in einigen Ländern aufgrund unterschiedlicher Tunnelhöhen und Verladenormen eingeschränkt sein oder besondere Maßnahmen erfordern.

Informationen hierzu erhalten Sie in jedem Mercedes Benz Service-Stützpunkt.

Kraftstoffverbrauch

Der Kraftstoffverbrauch ist abhängig von

  • der Fahrzeugausführung

  • der Fahrweise

  • den Betriebsbedingungen

  • der verwendeten Kraftstoffart bzw. Kraftstoffqualität.

Beachten Sie die im Abschnitt „Umweltschutz“ genannten Hinweise, um den Kraftstoffverbrauch niedrig zu halten mehr.

Folgende Komponenten der Fahrzeugausführung beeinflussen zusätzlich den Kraftstoffverbrauch:

  • Reifengröße, Reifenprofil, Reifendruck, Reifenzustand

  • Übersetzungsverhältnisse der Antriebsaggregate

  • Zusatzaggregate (z. B. Klimaanlage, Zusatzheizung).

Aus diesen Gründen können die tatsächlichen Verbrauchswerte Ihres Fahrzeugs von den ermittelten Verbrauswerten nach EG-Richtlinie 80/ 1268/ EWG in der Fassung 2004/3/EG abweichen mehr.

Angaben zum Kraftstoffverbrauch sind im Bordcomputer mit Lenkradtasten im Menü  Reiserechner abrufbar oder mehr.

Motorölverbrauch

Je nach Fahrweise verbraucht das Fahrzeug maximal 1,0 l Öl auf 1000 km.

Der Motorölverbrauch kann auch darüber liegen, wenn

  • das Fahrzeug neu ist

  • Sie das Fahrzeug vorwiegend unter erschwerten Betriebsbedingungen nutzen

  • Sie häufiger mit hoher Drehzahl fahren.

Die regelmäßige Wartung ist mit eine Voraussetzung für günstige Verbrauchswerte.

Sie können den Motorölverbrauch erst nach längerer Fahrstrecke beurteilen.

Kontrollieren Sie regelmäßig, z. B. wöchentlich oder bei jedem Tanken, den Motorölstand.

Rückfahrwarner

Bei Fahrzeugen mit einem Rückfahrwarner ertönt nach dem Einlegen des Rückwärtsgangs ein akustisches Warnsignal für andere Verkehrsteilnehmer. Die Lautstärke des Warnsignals kann für den Nachtruhe-Betrieb verringert werden.

Unfallgefahr

Das Warnsignal des Rückfahrwarners könnte von anderen Verkehrsteilnehmern überhört oder ignoriert werden. Der Rückfahrwarner kann deshalb nicht gewährleisten, dass sich keine Personen oder Gegenstände hinter Ihrem Fahrzeug befinden.

Der Rückfahrwarner ist ein System, das Sie bei der Wahrung der Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer unterstützen soll. Es entbindet Sie jedoch keinesfalls von der Pflicht, selbst sicherzustellen, dass sich während des Rückwärtsfahrens keine Personen oder Gegenstände hinter Ihrem Fahrzeug befinden.

Beobachten Sie deshalb stets aufmerksam das Verkehrsgeschehen. Stellen Sie sicher, dass sich während des Rückwärtsfahrens keine Personen oder Gegenstände hinter dem Fahrzeug befinden, um Personen- bzw. Sachschäden zu vermeiden. Lassen Sie sich gegebenenfalls von einer zweiten Person beim Rangieren unterstützen.

  

Warnsignal leise stellen: Rückwärtsgang 2-mal in kurzer Folge einlegen.

Das Warnsignal ertönt leiser.

Das Warnsignal ertönt grundsätzlich in normaler Lautstärke und muss bei jedem Einlegen des Rückwärtsgangs erneut leise gestellt werden.